Steffelowskis Kurioses Kino (2) Das Schwert des gelben Tigers (China/Hongkong 1971)

Samstagmittag, 13:30 Uhr. Das war für mich ein fester und schon fast heiliger Termin. Nein, um die Bundesliga-Übertragung am Nachmittag ging es natürlich nicht. Die interessierte mich damals wie heute auch nicht sonderlich. Meine Helden standen nicht im Fußball Stadion, sondern fanden sich an jedem Samstag auf der Leinwand des Programmkinos im Nachbarstadtteil ein. Sie hießen u. a. „Der müde Joe“, „Rhodan“, „Kommissar X“ oder „Maciste“. Und die Filme, in denen sie (und so viele andere) auftraten, waren meistens genauso spektakulär wie die Titel, die sie trugen: „Die rechte und die linke Hand des Teufels“,  „Frankensteins Monster jagen Godzillas Sohn“, „Der Tod im roten Jaguar“ oder „Der Polyp – Die Bestie mit den Todesarmen“. Und dann gab es natürlich noch „Das Schwert des gelben Tigers“.

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Takeshi Kitano (oder doch Beat Takeshi)

Die meisten von euch werden sich wohl, ebenso wie ich, noch daran erinnern: ein paar dutzend Japaner, die versuchen irgendwelche Gräben zu überqueren, von riesigen Schaumstoffdingern drangsaliert werden, sich mit überdimensionierten Spritzpistolen abschießen und das alles nur, um ein Schloss zu erstürmen. Genau, die Rede ist natürlich von „Takeshis Castle“. Wie die meisten, habe ich damals dem bunten Treiben ab und an mit einiger Erheiterung zugeschaut, ob der Skurrilität gerne einmal geschmunzelt, mir ansonsten aber nicht viel gedacht – ich war immerhin noch ein Kind.

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