Die 8 besten Oscargewinner der Filmgeschichte (in der Kategorie „Bester Film“)

Auch in dieser Ausgabe haben wir wieder eine (hoffentlich) interessante Bestenliste für euch zusammengestellt. Das interne Abstimmungsverfahren blieb dabei gleich, die Tränen flossen dafür seltener – vielleicht auch weil der Pool an Filmen, aus denen wir wählen konnten, diesmal eher überschaubar war. Ein paar Federn wurden zwar trotzdem gelassen, aber am Ende konnten wir uns dann doch wieder auf 8 Filme einigen.

Hier sind sie „The Loveful 8 – Die besten Oscargewinner der Filmgeschichte“

The Departed (2006)

Mit diesem Cast, diesem Regisseur und dieser filmischen Vorlage konnte ja nur etwas ganz Großes entstehen. Die Geschichte um Verrat, Maulwürfe, Ratten und Undercover-Ermittler ist hoch komplex und in noch höherem Maße spannend. Keine der 152 Minuten Laufzeit ist überflüssig. Dem Zuschauer wird keine Atempause gegönnt. In jeder Szene ist Schauspielkunst auf absolutem Topniveau zu bewundern. Da der Regisseur den Hauptdarstellern relativ freie Hand in der Ausgestaltung ihrer Rollen ließ, ist so manches spontan improvisiert und wirkt dadurch so echt, dass es wirklich unter die Haut geht. Wer den Film noch nicht kennt, sollte dieses Meisterwerk schleunigst nachholen.

Einer flog über das Kuckucksnest (1975)

Jack Nicholson ist einer der ganz großen Schauspieler Hollywoods und hat sich nicht zuletzt mit seiner Performance in diesem packenden Drama den Ruf als lebende Legende ganz zu Recht verdient. An seiner Seite mimt Louise Fletcher als kaltherzige, sadistische Krankenschwester wohl eine der besten, realistischsten und dadurch umso beängstigenderen Schurkinnen der Filmgeschichte. Und wer sich am Ende nicht eine Träne verdrücken muss, der hat wohl einfach kein Herz – kleiner Scherz am Rande 😉 . Ohne Frage einer jener Filmklassiker, die man sich auf gar keinen Fall entgehen lassen sollte, und ein verdienter Oscar-Gewinner.

Forrest Gump (1994) 

„Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel…“ ist nur einer der berühmten Sätze aus Forrest Gump. Selten sieht man einen Film, der zum einen in seiner Grundhandlung eigentlich auf der Bank einer Bushaltestelle spielt, zum anderen aber nicht nur nachhaltig unterhält, sondern auch begeistert.
Robert Zemeckis hat mit „Forrest Gump“ einen Film geschaffen, der ein ganzes Jahrzehnt geprägt hat. An diesem Streifen kann man erkennen, was ein Film erzählerisch leisten kann und wie eine Geschichte aufgebaut sein kann. Es werden nicht wenige sein, die mit „Forrest Gump“ erste und prägende Filmerfahrungen gemacht haben. Wahrlich ein Film für die Ewigkeit.

Gladiator (2000)

Ridley Scott hat ein paar der besten und/oder populärsten Filme der letzten 50 Jahre in seiner Filmographie stehen. Einer davon ist, neben „Alien“ und „Blade Runner“, ganz sicher „Gladiator“, der im Jahr 2000 den Sandalenfilm aus einer längst vergessenen Ära Hollywoods aufleben ließ. Russell Crowe spielt den römischen Feldherren Maximus, der sich seiner Familie beraubt als Sklave wiederfindet und für die Freiheit Roms und seine persönliche Rache kämpft. Ein grandioser Hauptdarsteller, packende Kampfszenen sowie tolle Kostüme und Sets ergeben unter dem Strich einen wahrlich epischen Film, den man durchaus als modernen Klassiker ansehen darf.

Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs (2003)

Mit „Die Rückkehr des Königs“ erfährt eine der imposantesten Filmtrilogien ein mehr als würdiges Ende. Zu Recht hat dieser Streifen einen Oscar als Bester Film erhalten. Stellt sich nur die Frage, ob stellvertretend damit auch die beiden Vorgänger ausgezeichnet wurden.
Alles in allem ist die Herr-der-Ringe-Trilogie eine unfassbar lange, aber vor allem abenteuerreiche und spannende Trilogie, die durch eine Vielzahl unterschiedlichster Charaktere, Wendungen und Begebenheiten brilliert und darüber hinaus zu unterhalten weiß. Zweifelsohne wird viel Sitzfleisch erfordert, aber was lange währt, wird endlich gut.

No Country for old Men (2007)

Die Filme der Coen-Brothers sind immer eine Klasse für sich. So denn auch in diesem Fall. Die melancholische Grundstimmung passt vorzüglich zu der unwirtlichen, rauen Landschaft, einem kauzigen Sheriff (Tommy Lee Jones), einem Dieb ohne Hose (Josh Brolin) und einem irren Killer (Javier Bardem), der gern mal ein wenig Dampf ablässt. Die grundsätzlich konventionelle Handlung um betrogene Betrüger und die Jagd nach geraubtem Geld, wird durch die genial skurrilen Dialoge und das Sammelsurium schräger Typen zu einem wahren Genuss für alle, die besonderen Humor, blutige Schießereien und coole Cowboyboots mögen. Die Auszeichnung mit 4 Oscars ist mehr als verdient.

Schindlers Liste (1993)

Der zweite Weltkrieg ist zwar ein beliebtes filmisches Sujet aber ein genauso heikles. Immerhin ist es gar nicht so leicht, den schmalen Grat zwischen historischer Akkuratesse und mitreißender Dramaturgie zu beschreiten. Steven Spielberg ist dies mit seinem Drama, welches die unfassbare aber wahre Geschichte Oskar Schindlers dem Publikum näher bringen will, meisterlich gelungen. Dabei halfen ihm eine hervorragende literarische und eine sogar noch aufwühlendere wahre Vorlage, Schauspieler, wie unter anderem Liam Neeson, Ben Kingsley und Ralph Fiennes, die allesamt ausgezeichnete Performances abliefern, und die inszenatorische Entscheidung das ganze in Schwarz-weiß zu drehen.

Das Schweigen der Lämmer (1991)

Anthony Hopkins spielt mit dem kannibalistischen Psychiater und Serienmöder Hannibal Lecter einen der großartigsten Schurken der Filmgeschichte, in einem der besten Thriller aller Zeiten, der als bisher letzter Film überhaupt die sog. „Big Five“, also die Kategorien „Bester Film“, „Bester Hauptdarsteller“, „Beste Hauptdarstellerin“, „Beste Regie“ sowie „Bestes Drehbuch“, bei den Oscars gewinnen konnte. Eine solche Trophäensammlung spricht wohl für sich. Regisseur Jonathan Demme hält sich mit seinem Film eng an die Romanvorlage von Thomas Harris und inszeniert einen düsteren Thriller um eine FBI-Agentin, die einen berüchtigten Serienmörder fassen möchte, sich jedoch dafür auf die Zusammenarbeit mit dem noch gefährlicheren Lecter einlassen muss.

 

Wer von euch nun findet, dass wir da aber schon ein paar echte Perlen einfach links liegen gelassen haben, der ist natürlich herzlich dazu eingeladen, uns in den Kommentaren die seiner Meinung nach besten Oscargewinner der Filmgeschichte zu nennen – aber nicht vergessen, es geht hier nur um die Kategorie „Best Picture“.

38 Gedanken zu “Die 8 besten Oscargewinner der Filmgeschichte (in der Kategorie „Bester Film“)

  1. Also ich bin mit Das Schweigen der Lämmer noch nicht richtig warm geworden und The Departed fand ich tatsächlich etwas überbewertet.
    Schindlers Liste ist ein absolutes Meisterwerk und ich freue mich sehr über meine beiden Lieblinge dieser Liste Einer flog übers Kuckucksnest und Forrest Gump.
    Ganz klar fehlt hier Der Pate, den würde ich The Departed aber 10 Mal vorziehen 😀
    Statt Schweigen der Lämmer hätte ich mich vermutlich für Der Clou entschieden.

    Gefällt 2 Personen

  2. Gute Liste, auch wenn ich nicht bei allen übereinstimme. Mindestens The Departed und Forrest Gump würde ich wohl mit Der Pate und Amadeus ersetzen.

    Ich behaupte mal ganz dreist, aus nominierten Filmen, die nicht gewonnen haben, könnte man eine bessere Liste machen. Und eine noch bessere aus Filmen, die gar nicht erst nominiert wurden. Das ist aber eher Kritik an den Oscars als an der Liste… 😉

    Gefällt 3 Personen

    • Naja, zumindest was die Nominierten angeht liegt die Academy nicht so oft wirklich daneben…auch wenn natürlich schon immer wieder mal brillante Filme übergangen werden. Die Probleme hinter dem ganzen Auswahlverfahren schlüsselt unsere Gastaustorin in ihrem Beitrag denke ich ganz gut auf…bei den vielen Filmen, die jedes Jahr wählbar sind, kann man einfach nicht davon ausgehen, dass alle stimmberechtigten Mitglieder auch tatsächlich alle Filme gesehen haben, sondern eher die schauen, die halt sowieso schon viel Aufmerksamkeit bekommen haben, sei es durch andere Verleihungen oder Festivals, oder weil halt eine effektive Kampagne vom Studio gestartet wurde…ich denke tatsächlich, dass hier vielleicht mal ein Umdenken stattfinden müsste. Aber wie ganau man das besser machen könnte, wüsste ich jetzt auf die Schnelle auch nicht zu sagen 😅

      Gefällt 1 Person

      • Die stimmberechtigten Mitglieder müssen sich die Sichtung jedes nominierten Films abstempeln lassen. Nur wenn sie alle gesehen haben dürfen sie teilnehmen.

        Ja okay, dann würde vermutlich kein Preis vergeben, oder exakt einer könnte abstimmen. Aber es ist halt blödsinnig einen Preis zu vergeben, wenn man nicht alle Filme gesehen hat.

        Vielleicht ein Oscar Filmfestival und die Academy wären dann sowohl das gesamte Publikum als auch die Festivaljury.

        Ich denke, was ich sagen will ist, ich habe auch keine gute Idee… 😉

        Gefällt 2 Personen

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