Die Alien-Reihe: Von Meisterwerk bis Müll

Eine gewagte Überschrift, ich weiß. Denn was ich so mitbekommen habe, hat jeder Teil der Reihe seine Anhänger und Verteidiger. Trotzdem kann man eines nicht von der Hand weisen: Bei kaum einer anderen Filmreihe unterscheiden sich die einzelnen Filme teilweise so dramatisch voneinander was Inszenierung und Aufbau betrifft, wie bei dieser. Von beengter Horrorperle, zu düsterem Actionkracher, zu abgedrehtem Zukunftsshit und bildgewaltiger Sinnsuche ist alles vertreten, was das Sci-Fi-Genre zu bieten hat. Und da ich erst vor Kurzem den dritten Film der Reihe zum ersten Mal gesehen habe (die übrigen waren mir alle bereits bekannt) und sich Teil 2 unter Steffelowskis Lieblingsfilmen wiederfand, dachte ich mir, hier und jetzt wäre eine hervorragende Gelegenheit euch einmal durch diese außergewöhnliche Film-Reihe zu führen. Folgt mir also zu unerforschten Planeten und unentdeckten Spezies.

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Original vs Remake: „Das Omen“ – Teufelsbrut²

Was macht man, wenn sich unter den 20 Lieblingsfilmen des werten Kollegen Steffelowski ein Horrorklassiker befindet, den man nicht nur sowieso schon seit längerem einmal sehen wollte, sondern der auch 3 Jahrzehnte später ein Remake spendiert bekommen hat, das tatsächlich ganz gut angekommen ist? Genau, man macht sich auf den Weg in die Bibliothek, leiht sich die dort verfügbare Collectors Edition aus (die zum Glück gleich beide Werke beinhaltet), kuschelt sich gemütlich auf die heimische Couch und schaut beide Filme innerhalb von 24 Stunden – immerhin sollten die Erinnerungen an den einen noch möglichst frisch sein, will man tatsächlich einen Vergleich ziehen. Ganz in der Tradition meines werten Kollegen Ma-Go, werde ich die beiden Kontrahenten deswegen hier nun in unterschiedlichen Kategorien gegeneinander antreten lassen, um am Ende als Schiedsrichterin das unumstößliche Endergebnis bekannt zu geben. In diesem Sinne – are you ready to rumble…

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Making-of (2): Psycho (1960)

Bei manchen Filmen ist die Entstehungsgeschichte fast genauso spannend wie der eigentliche Film. Ganz so weit würde ich bei Alfred Hitchcocks „Psycho“ nicht gehen. Dennoch ranken sich um den finanziell erfolgreichsten Film des Regisseurs zahlreiche Mythen und Gerüchte, aber auch einige interessante Fakten zu dessen Entstehung und Produktion. Viel Spaß mit der Geschichte eines Meisterwerks, das es so beinahe nie gegeben hätte.

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Gorillas in Frauenkleidern und Haie mit Sodbrennen – Lieblinge eines Langzeit-Kinogängers

Man bekommt ja nicht häufig die Gelegenheit, mal so richtig aus sich herauszugehen, um über das zu schreiben, was man am meisten liebt, nämlich sich selbst. Aber natürlich wird dies nur deshalb möglich, weil sich in der großen Abstimmung im Oktober, in der es darum ging, wer aus Klappe! Team seine Lieblingsfilme zum Gegenstand einer Monatsausgabe unseres Magazins machen darf, sich Tausende, ach was, Millionen von treuen Lesern richtig entschieden haben. Wer anders, wenn nicht „The Oldest Blogger in Town“ wäre es wert, dass ihm in dieser Ausgabe unseres Magazins gehuldigt und ein literarisches Denkmal gesetzt wird? Na, mindestens drei weitere Personen gäbe es da ja schon.

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Klappe-Porträt (3): Ein Mann wie Caine anderer

Mit fallen nicht viele Schauspieler ein,  die titelgebend in einem Popsong vorkommen. Aber der Song der britische Ska-Bad „Madness“ aus dem Jahr 1984 heißt schlicht und einfach „Michael Caine“ und Caine höchstselbst sagt hierauf ein paar lediglich den Satz „My name is Michael Caine.“. Mehr Understatement geht wohl kaum. Diese Zurückhaltung passt auch perfekt zum Michael Caine selbst. In Großbritannien, spätestens seit „Alfie“ (1964) ein absoluter Superstar, und bis heute dort noch immer einer der beliebtesten Darsteller, hat es Caine in den mittlerweile mehr als 60 Jahren seiner facettenreichen Karriere international nicht geschafft -vielleicht aber auch gar nicht gewollt – in den Olymp der ganz Großen vom Schlage eines Sean Connery, Al Pacino oder Robert De Niro aufzusteigen. Das mag mit der – freundlich ausgedrückt – nicht immer glücklichen Hand bei der Auswahl seiner Rollen zu tun haben. Vielleicht fehlte auch der EINE Film, der auch nach Jahrzehnten noch in aller Munde ist. Kein „Goldfinger“, kein „Taxi Driver“. Michael Caine ist einer der Schauspieler, den jeder in mindestens  einem Film schon einmal gesehen hat, aber wenn es um den Namen geht, stößt man bei vielen noch auf verlegenes Achselzucken.  

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