Lucky Luke – Ein einzigartiger Westernheld

„I’m a poor lonesome Cowboy, I’m a long long way from Home…“, so enden sie, die Filme und Comics über den wohl bekanntesten Cowboy der Popkultur. Als Kind mag man damit noch nicht viel anfangen können, außer vielleicht, dass einen die leicht nasale Stimme des Countrysängers fasziniert. Später, wenn man schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat, verleiht diese finale Melodie, diese letzten Zeilen eines jeden Bandes, dem zuvor Erlebten eine besondere Note der Melancholie. Egal welches Abenteuer er auch bestreitet, wem er dabei begegnet, wie rauschend die Feste, wie ohrenbetäubend die Jubelschreie der erleichterten Bevölkerung, am Ende reitet er doch immer alleine in den Sonnenuntergang, auf der Suche nach einem Zuhause, einem Ort zum Verweilen, den er wohl nie finden wird.

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Mit Schirm, Charme und Melone/The First Avengers

oder Emma, warum hast  du nie geantwortet?

Schön, ist meine Rechnung also aufgegangen. Wer an dieser Stelle noch weiterliest, ist voll in die von mir raffiniert gestellte Falle getappt. Denn hier geht es nicht um Tony, Natasha, Steve oder Bruce. Nein, wir wollen uns mit John, Emma, Cathy und Tara befassen. Denn sie waren die First „Avengers“. Aber hierzu später mehr.

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Musikdokus und Konzertfilme – eine andere Art von „Musikfilmen“

Wer den Begriff „Musikfilm“ in den Mund nimmt, oder irgendwo liest, der denkt zumeist als erstes an Musicals, dann vielleicht noch an Biopics von Musikern oder Bands, auf jeden Fall gehen die Gedanken eher in die Welt der (wenn auch teils an die Realität angelehnten) Fiktion. Was schade ist, denn neben dieser Welt der Erfindung gibt es zwei weitere filmische Welten, die sich musikinteressierte Cineasten nicht entgehen lassen sollten: Dokumentationen und Konzertfilme. Obwohl sich beides manchmal überschneidet, bieten diese beiden Bereiche doch zwei sehr unterschiedliche Seherfahrungen, weshalb ich sie hier auch getrennt behandeln möchte (auch wenn sie dann doch in einen gemeinsamen Artikel gepackt wurden).

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Star Trek – Meine never ending Story

„Der Weltraum. Unendliche Weiten.“ Ja ja, ich weiß, viel ausgelutschter kann man einen Beitrag, in dem es um „Star Trek“ gehen soll, wohl nicht anfangen. Aber was soll ich sagen, es sind halt einfach ein paar verdammt gute erste Worte. Auf der einen Seite machen sie einem sofort Lust auf mehr, versprechen einem in nur vier Worten unvorstellbare Abenteuer, zeichnen auf der anderen Seite aber ein ebenso deutliches Bild davon, was einen erwarten wird.

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Klappe-Porträt (5) Ray Harryhausen – Der Herr der Monster

Kennt ihr den Homunkulus, den Vogel Roch, Talos oder Mighty Joe? Nein? Wie schade. Denn es lohnt sich. Was sie alle eint, ist der Umstand, dass Ihnen ein Mann Leben eingehaucht und das Laufen beigebracht hat. Die Rede ist von Ray Harryhausen, einem der ganz großen Visionäre des populären Kinos und ein Mann, der wie nur wenige andere vor und nach ihm, die filmische Tricktechnik beeinflusst und revolutioniert hat.

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Von wegen Furcht und Schrecken: Diese Monster wollen uns nur Gutes

Wenn man an Monster denkt, hat man immer ein klares Bild vor Augen: Sie sind abscheulich, aggressiv, bedrohlich und oft auch beängstigend. Doch werden diese Vorurteile vielen anderen Monstern überhaupt nicht gerecht, denn es gibt auch diejenigen, die auf der gute Seite stehen. Um diese stillen Helden soll es in diesem Beitrag gehen und darum, mit Stereotypen zu brechen und einmal mehr aufzuzeigen, dass die äußeren Werte nicht alles sind.

Die Monster AG (2001)

Und welcher Film könnte da einen besseren Anfang machen, als „Die Monster AG“? Der Film taucht in die Welt der Monster ein, die ein ganz normales Leben führen und beruflich dazu ausgebildet werden, in Kinderzimmer zu gehen um die Kinder zum Schreien zu bringen, da sie daraus Energie gewinnen.
Schließlich bricht der Film mit den ganzen Monsterklischees und bietet uns mit Sulley und Mike zwei liebenswürdige und lustige Artgenossen, die eine folgenschwere Entwicklung durchmachen und erkennen wie viel wertvoller es ist, Kinder zum Lachen zu bringen. Damit wird die Existenz der Monster einmal komplett auf den Kopf gestellt.

Shrek – Der tollkühne Held (2001)

Im selben Jahr hat sich auch gleich ein weiterer Animationsfilm gedacht, mit Klischees zu brechen. Hier wird im Grunde ein Anti-Märchen erzählt: Eine Prinzessin wurde verflucht und oben in einem Turm gefangen gehalten, der zudem von einem Drachen bewacht ist. Nur ein tapferer Ritter kann sich den Hindernissen widersetzen und sie mit einem Kuss von ihrem Fluch befreien – Dieser edle Ritter entpuppt sich hier allerdings als der grässliche Oger Shrek. Später verwandelt sich die wunderschöne Prinzessin dann auch noch in eine Ogerfrau, die diese Gestalt ironischerweise annimmt in dem Moment wo ihr Fluch aufgehoben wird. Mehr Monsterromantik geht nicht.

Shape of Water (2017)

Halt, es geht doch noch mehr? In diesem Film wird ein Wesen, halb Amphibie, halb Mensch, am Amazonas gefangen genommen und in ein geheimes Labor verschleppt, um dort Experimente an ihm zu verüben. Immerhin ist so eine unbekannte Kreatur offensichtlich gefährlich und damit ist jede Quälerei der es ausgesetzt ist gerechtfertigt. Wie sich dann aber natürlich herausstellt, haben wir es hier aber eigentlich mit einem sehr feinfühligen Lebewesen zu tun, das sogar über Heilkräfte besitzt und sogar leidenschaftlichen Sex mit einem Menschen haben kann und zur Liebe fähig ist. Wer hätte das gedacht!

E. T. – Der Außerirdische (1982)

Eine liebevolle Beziehung geht auch dieses merkwürdige Geschöpf mit einem Menschen ein – wenn auch dieses mal rein platonisch. Auch hier muss das „Monster“ vor der „Welt der Erwachsenen“ beschützt werden, wer weiß auf welche Ideen die nur wieder kommen würden, wenn sie E.T. in die Finger bekämen. Der krümmt nun wirklich keiner Fliege etwas, außer vielleicht unseren Gefühlen, wenn er sie einfach kaltherzig packt, sie gewaltsam aus unserer Brust reißt und sie mit auf sein Raumschiff nimmt während er abhaut.

Drachenzähmen leicht gemacht (2010)

Ohnezahn ist da schon ein treuerer Kumpane. Während die ungeheuerlichen Drachen von den meisten Wikingern verachtet werden, kristallisieren sich die Biester als eigentliche unfassbar liebenswerte Wegbegleiter heraus. Genau so wie die Drachen auch.

Mein Nachbar Totoro (1988)

Ein gigantisches Erscheinungsbild liegt eingerollt in einem Baum, schnarcht bedrohlich und entbehrt dabei ein ausgeprägtes Gebiss, dass innerhalb von einem Augenblick ein kleines Mädchen schnappen und zermalmen könnte. Okay machen wir uns nichts vor, das war der mickrige Versuch, Totoro beängstigend darzustellen, aber das geht nicht. Ähnlich wie das Mädchen im Film kann man sich nur von der ersten Sekunde an in das Knuddelwuffel-Ding, dass sich einen Waldgeist nennt, verlieben.

Sieben Minuten nach Mitternacht (2016)

Zu guter Letzt gelangen wir zu meinem liebsten Monster in meiner Auswahl, das Baummonster, das einen kleinen Jungen in drei Nächten jedes Mal um Sieben Minuten nach Mitternacht besucht und jeweils eine Geschichte bereithält, wenn der Junge ihm im Gegenzug seinen Albtraum erzählt. Im Verlaufe des Films stellt sich das Monster als scheinbar bester Psychotherapeut der Welt hinaus und hilft dem Jungen auf berührende Art und Weise mit seinen erdrückenden Problemen fertig zu werden, denen kein Kind in dem Alter ausgesetzt sein sollte.


Nun zu euch: Welches sind eure liebsten Monster? Wen habe ich in meiner Aufzählung vergessen? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen!

Na sapperlot – Französische Skandalfilme

Verrohend, entsittlichend, die öffentliche Ordnung gefährdend – drei Wörter, mit denen gegen vermeintliche Schandflecke der Filmkunst vorgegangen wird seit die Bilder laufen gelernt haben. Fängt man einmal an, sich mit solchen „Skandalfilmen“ etwas genauer zu beschäftigen, fällt einem schnell auf, dass sich vielleicht die Zeiten, aber nie wirklich die Argumente ändern. Seien es Nazis, die Kirche oder besorgte Eltern, sie alle kommen erstaunlicher-  und auch ein wenig erschreckenderweise beinahe mit denselben Parolen, geht es um Werke, die ihrer Meinung nach am besten vom Erdboden getilgt werden sollten.

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