Denn Böse ist nicht gleich Böse

Hallo zusammen,

ja, die Überschrift mutet ein wenig kryptisch an. Tatsächlich soll dies hier aber keine ellenlange philosophische Abhandlung über die verschiedenen Stufen von Bösartigkeiten werden, oder ein genereller Diskurs darüber, was den einen zum Serienkiller, den anderen hingegen zum frommen Lämmlein macht. Viel mehr ist mir bei den Recherchen zu unserer diesmonatigen L8 aufgefallen, dass es gar nicht so leicht war, mich auf 10 Kandidaten festzulegen, denn es gibt in den schier unendlichen Weiten der Filmlandschaft wirklich sehr unterschiedliche Arten von Bösewichtern. Und als ich so die Monster, Psychos und Killer vor meinem geistigen Auge Revue passieren ließ, dachte ich mir, wieso nicht einfach einen Beitrag schreiben, wo ich ein paar der häufiger genutzten Schurken-Kategorien vorstelle. Viel Spaß also mit meiner kleinen Galerie an uns bekannten, liebgewonnen Widersachern.

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Das ist doch eh immer das Gleiche – Klischees in Sportfilmen

Man kennt sie. Man liebt sie. Man hasst sie. So oder so, Klischees in Filmen sind allgegenwärtig, und ich stelle hier mal die steile Behauptung auf, sogar irgendwie notwendig. Wir mögen uns oft mal über sie lustig machen, uns über sie ärgern, aber fest steht, nicht umsonst gibt es sie. Ein paar dieser immer wiederkehrenden Elemente finden sich natürlich auch in jenem Genre, welches wir uns als Aufhänger für unsere diesmonatige Ausgabe erkoren haben: Sportfilme. In diesem Artikel möchte ich euch nun eine Handvoll dieser Klischees nennen und kurz versuchen zu erklären, warum sie eben nicht nur Fluch, sondern meist auch Segen sind.

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Edel sei der Mensch, hilfreich und gut – Die Karl May Filme (1962-1968)

Western Made in Germany? Das klingt seltsam, beinahe schon absurd. Nein, das kann doch nicht funktionieren, oder vielleicht doch? Sieht man mal von einigen Versuchen deutscher Geldgeber ab, zumindest als Co-Produzenten auf den Zug der zeitweise äußerst erfolgreichen Italo-Western aufzuspringen, war da grundsätzlich nicht sehr viel, was der Erinnerung wert wäre. Bestenfalls Skurrilitäten wie „Die Flusspiraten vom Mississippi“ (1959), „Der Kaiser von Kalifornien“ (1936) oder „Potao Fritz“ (1976) bleiben dem geneigten Westernfan da im Kopf. Aber halt, da gab es noch eine Filmreihe in den 1960er-Jahren, die das Genre des Westerns für sich an einigen Stellen neu definierte und nebenbei auch noch ordentlich die Kasse klingeln ließ. Zumindest in Deutschland.

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Science Fiction – Was ist das (und was nicht)?

Gastbeitrag von Ma-Go

Epische Weltraumschlachten, ferne Planeten, feindlich gesonnene Außerirdische und futuristische Mega-Städte. Schlagwörter, die bei den meisten Filmfans eine klare Assoziation hervorrufen: Science-Fiction. Doch was genau verbirgt sich hinter diesem Begriff? Was zunächst wie eine recht banale Frage erscheinen mag, erweist sich bei näherer Betrachtung als durchaus konfliktbehafteter Diskussionsstoff. Denn eine allgemeingültige Definition des Genres sucht man ebenso vergeblich wie eine klare Abgrenzung zu anderen Genres und Gattungen. Dies führt dazu, dass jeder Filmfan eine etwas andere Vorstellung davon hat, was denn nun als Science-Fiction gewertet werden sollte und was eben nicht. Schaut man sich auf diversen Filmseiten Listen zu den besten/erfolgreichsten Sci-Fi-Filmen aller Zeiten an, tauchen oft die gleichen Titel auf. Bei manchen davon lässt sich aber zumindest darüber diskutieren, ob es sich hierbei tatsächlich um Sci-Fi im eigentlichen Sinne handelt. Andere Filme hingegen, die inhaltlich sehr wohl dem Science-Fiction Genre zugeordnet werden könnten, sucht man auf solchen Listen oftmals vergeblich. Der folgende Beitrag befasst sich anhand einiger konkreter Filmbeispiele mit der Frage, was Science-Fiction für den Autor dieser Zeilen genau bedeutet und was eben nicht.

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Universal Dark Universe gestern, heute ….und morgen?

Angespornt durch den überwältigenden und bereits seit Jahren anhaltenden  weltweiten Erfolg  der Superhelden-Filme  aus dem Hause Marvel, kam 2017 der Film „Die Mumie“ in die Kinos. Das  produzierende Studio, Universal Studios aka. Universal Pictures, versprach vollmundig, dass es sich hierbei  um den ersten Film einer ganzen Reihe von Stoffen handelt, in denen den klassischen Filmmonstern wie Dracula, Frankensteins Monster, dem Werwolf und dem Unsichtbaren neues Leben eingehaucht werden sollte. Wiederum in Anlehnung an das Marvel Cinematic Universe (MCU) war der Plan, mehrere Streifen in die Kinos zu bringen, in denen  die „Origin-Story“ der jeweiligen Figur erzählt werden sollte, um dann später die Kreaturen in gemeinsamen Filmen mit- oder gegeneinander kämpfen zu lassen. Peu à peu sollten dann weitere  bereits bekannte oder auch neue Figuren etabliert werden. Das Sortiment an Charakteren würde sich so stetig vergrößern und könnte dann in  immer neuen Filmen beliebig miteinander kombiniert werden.

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Der Mockbuster – Besser schlecht kopiert…ach was, vergesst es, das ist doch alles Mist

Viele mögen sie, so wie die Autorin dieser Zeilen auch, lediglich aus Rezensionen anderer kennen. Ein Spukgespenst, zumeist hierzulande mit einem Namen assoziiert, den man als Filmfreund eigentlich nur mit gerümpfter Nase aussprechen kann: The Asylum.  Doch das amerikanische Filmstudio mit dem verheißungsvollen Namen ist bei weitem nicht der erste und schon gar nicht der einzige Akteur, der sich auf ein ganz spezielles, bereits im Beitragstitel vorweggenommenes Genre spezialisiert hat: den Mockbuster.

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