Universal Dark Universe gestern, heute ….und morgen?

Angespornt durch den überwältigenden und bereits seit Jahren anhaltenden  weltweiten Erfolg  der Superhelden-Filme  aus dem Hause Marvel, kam 2017 der Film „Die Mumie“ in die Kinos. Das  produzierende Studio, Universal Studios aka. Universal Pictures, versprach vollmundig, dass es sich hierbei  um den ersten Film einer ganzen Reihe von Stoffen handelt, in denen den klassischen Filmmonstern wie Dracula, Frankensteins Monster, dem Werwolf und dem Unsichtbaren neues Leben eingehaucht werden sollte. Wiederum in Anlehnung an das Marvel Cinematic Universe (MCU) war der Plan, mehrere Streifen in die Kinos zu bringen, in denen  die „Origin-Story“ der jeweiligen Figur erzählt werden sollte, um dann später die Kreaturen in gemeinsamen Filmen mit- oder gegeneinander kämpfen zu lassen. Peu à peu sollten dann weitere  bereits bekannte oder auch neue Figuren etabliert werden. Das Sortiment an Charakteren würde sich so stetig vergrößern und könnte dann in  immer neuen Filmen beliebig miteinander kombiniert werden.

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Die Rückkehr des King Kong (1962)

  • Originaltitel: Kingu Kongu tai Gojira
  • Regie: Ishiro Honda
  • Schauspieler: Tadao Takashima, Kenji Sahara, Yu Fujiki
  • Genre: Monsterfilm, Science-Fiction
  • Land: Japan, USA

Kaum sind die Kinos wieder geöffnet, da bricht schon das erste echte Großereignis über die noch etwas verunsicherten Zuschauer herein. In „Godzilla vs. Kong“ kommt es endlich zum Aufeinandertreffen der beiden Starmonster, auf das über mehrere Jahre und einige Filme von schwankender Qualität, hingearbeitet wurde. Ich habe diesen  „Zweikampf der Giganten“ noch nicht gesehen und möchte mich daher auch nicht in die eine oder andere Richtung äußern. Ich frage mich nur, ob „Godzilla vs. Kong“ besser sein kann als die Trashperle aus den legendären japanischen Toho-Studios, die ich einfach einmal als „Das Original“ bezeichne. Ring frei für den ersten und einzig wahren Kamp zwischen strahlender Urzeitechse und schlaftrunkenem Menschenaffen.

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Von wegen Furcht und Schrecken: Diese Monster wollen uns nur Gutes

Wenn man an Monster denkt, hat man immer ein klares Bild vor Augen: Sie sind abscheulich, aggressiv, bedrohlich und oft auch beängstigend. Doch werden diese Vorurteile vielen anderen Monstern überhaupt nicht gerecht, denn es gibt auch diejenigen, die auf der gute Seite stehen. Um diese stillen Helden soll es in diesem Beitrag gehen und darum, mit Stereotypen zu brechen und einmal mehr aufzuzeigen, dass die äußeren Werte nicht alles sind.

Die Monster AG (2001)

Und welcher Film könnte da einen besseren Anfang machen, als „Die Monster AG“? Der Film taucht in die Welt der Monster ein, die ein ganz normales Leben führen und beruflich dazu ausgebildet werden, in Kinderzimmer zu gehen um die Kinder zum Schreien zu bringen, da sie daraus Energie gewinnen.
Schließlich bricht der Film mit den ganzen Monsterklischees und bietet uns mit Sulley und Mike zwei liebenswürdige und lustige Artgenossen, die eine folgenschwere Entwicklung durchmachen und erkennen wie viel wertvoller es ist, Kinder zum Lachen zu bringen. Damit wird die Existenz der Monster einmal komplett auf den Kopf gestellt.

Shrek – Der tollkühne Held (2001)

Im selben Jahr hat sich auch gleich ein weiterer Animationsfilm gedacht, mit Klischees zu brechen. Hier wird im Grunde ein Anti-Märchen erzählt: Eine Prinzessin wurde verflucht und oben in einem Turm gefangen gehalten, der zudem von einem Drachen bewacht ist. Nur ein tapferer Ritter kann sich den Hindernissen widersetzen und sie mit einem Kuss von ihrem Fluch befreien – Dieser edle Ritter entpuppt sich hier allerdings als der grässliche Oger Shrek. Später verwandelt sich die wunderschöne Prinzessin dann auch noch in eine Ogerfrau, die diese Gestalt ironischerweise annimmt in dem Moment wo ihr Fluch aufgehoben wird. Mehr Monsterromantik geht nicht.

Shape of Water (2017)

Halt, es geht doch noch mehr? In diesem Film wird ein Wesen, halb Amphibie, halb Mensch, am Amazonas gefangen genommen und in ein geheimes Labor verschleppt, um dort Experimente an ihm zu verüben. Immerhin ist so eine unbekannte Kreatur offensichtlich gefährlich und damit ist jede Quälerei der es ausgesetzt ist gerechtfertigt. Wie sich dann aber natürlich herausstellt, haben wir es hier aber eigentlich mit einem sehr feinfühligen Lebewesen zu tun, das sogar über Heilkräfte besitzt und sogar leidenschaftlichen Sex mit einem Menschen haben kann und zur Liebe fähig ist. Wer hätte das gedacht!

E. T. – Der Außerirdische (1982)

Eine liebevolle Beziehung geht auch dieses merkwürdige Geschöpf mit einem Menschen ein – wenn auch dieses mal rein platonisch. Auch hier muss das „Monster“ vor der „Welt der Erwachsenen“ beschützt werden, wer weiß auf welche Ideen die nur wieder kommen würden, wenn sie E.T. in die Finger bekämen. Der krümmt nun wirklich keiner Fliege etwas, außer vielleicht unseren Gefühlen, wenn er sie einfach kaltherzig packt, sie gewaltsam aus unserer Brust reißt und sie mit auf sein Raumschiff nimmt während er abhaut.

Drachenzähmen leicht gemacht (2010)

Ohnezahn ist da schon ein treuerer Kumpane. Während die ungeheuerlichen Drachen von den meisten Wikingern verachtet werden, kristallisieren sich die Biester als eigentliche unfassbar liebenswerte Wegbegleiter heraus. Genau so wie die Drachen auch.

Mein Nachbar Totoro (1988)

Ein gigantisches Erscheinungsbild liegt eingerollt in einem Baum, schnarcht bedrohlich und entbehrt dabei ein ausgeprägtes Gebiss, dass innerhalb von einem Augenblick ein kleines Mädchen schnappen und zermalmen könnte. Okay machen wir uns nichts vor, das war der mickrige Versuch, Totoro beängstigend darzustellen, aber das geht nicht. Ähnlich wie das Mädchen im Film kann man sich nur von der ersten Sekunde an in das Knuddelwuffel-Ding, dass sich einen Waldgeist nennt, verlieben.

Sieben Minuten nach Mitternacht (2016)

Zu guter Letzt gelangen wir zu meinem liebsten Monster in meiner Auswahl, das Baummonster, das einen kleinen Jungen in drei Nächten jedes Mal um Sieben Minuten nach Mitternacht besucht und jeweils eine Geschichte bereithält, wenn der Junge ihm im Gegenzug seinen Albtraum erzählt. Im Verlaufe des Films stellt sich das Monster als scheinbar bester Psychotherapeut der Welt hinaus und hilft dem Jungen auf berührende Art und Weise mit seinen erdrückenden Problemen fertig zu werden, denen kein Kind in dem Alter ausgesetzt sein sollte.


Nun zu euch: Welches sind eure liebsten Monster? Wen habe ich in meiner Aufzählung vergessen? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen!

Klappe-Porträt (5) Ray Harryhausen – Der Herr der Monster

Kennt ihr den Homunkulus, den Vogel Roch, Talos oder Mighty Joe? Nein? Wie schade. Denn es lohnt sich. Was sie alle eint, ist der Umstand, dass Ihnen ein Mann Leben eingehaucht und das Laufen beigebracht hat. Die Rede ist von Ray Harryhausen, einem der ganz großen Visionäre des populären Kinos und ein Mann, der wie nur wenige andere vor und nach ihm, die filmische Tricktechnik beeinflusst und revolutioniert hat.

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