Die 8 besten Lieblingsfilme von Steffelowski

Eigentlich verrät euch die Überschrift ja bereits, worum es sich bei der diesmonatigen Liste drehen wird. Ganz dem Thema des Monats folgend, hat uns der liebe Steffelowski seine 20 All-Time-Favourites mitgeteilt. Danach konnte es mit den Sichtungen und Bewertungen losgehen, und so kamen wir Vier schließlich mit vereinten Kräften zu dieser Top 8. Viel Spaß also beim Durchstöbern von Steffelowskis Lieblingen (oder eigentlich von unseren Lieblingen aus Steffelowskis Lieblingen – blickt da noch einer durch?)…

Charade (1963)

Diesen Film in Kürze auf den Punkt zu bringen ist wirklich schwierig. Dafür hat er zu viele Wendungen, jongliert mit zahlreichen Genres und ist eine gesunde Mischung an Hollywood-Wahnsinn. Dazu tragen die Großstars Cary Grant und Audrey Hepburn ihren Teil bei, die hier charmant durch die unterhaltsame Handlung stolpern und letztlich Popcornkino präsentieren, das die Zeit überdauert. Allerdings geht der Film mittlerweile in der breiten Wahrnehmung scheinbar ein wenig unter, weshalb er sich heutzutage wieder fast wie ein kleiner Geheimtipp anfühlt, daher sei er jedem wirklich nochmal wärmstens ans Herz gelegt und er dürfte für so gut wie jeden etwas bereithalten.

 Der Exorzist (1973)

Vergesst „Hereditary“ und „It Follows“. „Insidious“ und „The Babadook“. Pah, Kinderfilme. Hier kommt der Urvater des modernen Horrorfilms, der auch in der heutigen Zeit noch seinesgleichen in Sachen Atmosphäre, subtilem Grusel und wohldosierten Schockmomenten sucht. Mit „Der Exorzist“ wurde ein neues Tor des Genres aufgestoßen und Grenzen ausgelotet, was man den Zuschauern – und natürlich auch den Kritikern und den Zensurbehörden der damaligen Zeit – zumuten konnte. Ein Film, der, bildlich gesprochen, als Rinnsal beginnt, sich zum schnell fließenden Gewässer entwickelt und als tosender Wasserfall endet. Eine durchgehend bedrückende Atmosphäre versetzt den Zuschauer permanent in eine Art von Stress, der sich im Verlauf der Handlung immer mehr steigert, sodass man tatsächlich dann froh ist, wenn der Film zu Ende ist und man wieder ruhiger atmen kann. Die vermutlich allseits bekannte Handlung von der 12-jährigen Regan, in die der Dämon Pazuzu eindringt, enthält viele Szenen, die selbst hart gesottenen Filmbloggern auch heute noch die Haare zu Berge stehen lassen. Hier sind Gänsehaut und lautes Aufschreien garantiert. Bitte nicht allein gucken. Und sagt nicht, ich hätte euch nicht vorgewarnt. 

Das Leben des Brian (1979) 

Sie haben wahrlich einzigartige Fußabdrücke in den Annalen der Filmgeschichte hinterlassen: Monty Python. Die britische Blödeltruppe zeichnet dabei für ein paar der kultigsten Komödien aller Zeiten verantwortlich und mit “Das Leben des Brian” lieferten sie eines ihrer absoluten Meisterstücke ab. Selten war Blasphemie so köstlich verpackt. Doch nicht nur Kirche und Religion bekommen ihr Fett weg, sondern auch die Gesellschaft an sich, alles natürlich stets mit einem deutlichen Augenzwinkern unterlegt. So singt man denn auch am Ende, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, fröhlich und lautstark mit: “Always look on the bright side of life…”  

Manche mögen`s heiß (1959)

Und wir können`s doch. Wenn man bedenkt, dass wir es hier mit einem Quasi-Remake der 1951 erschienenen Komödie „Fanfaren der Liebe“ zu tun haben, muss man vor dem deutschen Film schon mal den Hut ziehen. Der 1933 in die USA emigrierte Billy Wilder, machte aus dem eher seichten Vorbild einen der ganz großen und ewig bestehenden Klassiker der Filmkomödie. Die Geschichte um zwei Musiker (Tony Curtis und Jack Lemmon), die auf der Flucht vor einer Gangsterbande, sich als Frauen verkleiden, um Unterschlupf in einer Damenkapelle zu finden, ist eine endlose Aneinanderreihung von Sprachwitz, Situationskomik und bestem Slapstick. Hier zündet wirklich jeder Gag, jeder Charakter – egal, ob Mann, Frau, Mann/Frau – ist geradezu perfekt „komponiert“ und in seiner Überzeichnung so liebenswert, dass man als Zuschauer wirklich jede Figur sofort ins Herz schließen muss. Als Sahnehäubchen ist dann noch Marilyn „Sugar“ Monroe dabei, die hier den Prototypen des blonden Dummchens spielt. Einfach zum Verlieben. Eine der ganz großen Rollen ihrer Karriere. Man muss den Film mindestens dreimal gesehen haben, um jeden Witz – auch in der großartigen deutschen Synchronfassung – überhaupt mitzubekommen. Wer „Manche mögen’s heiß“ nicht gesehen hat, hat DAS Standardwerk der Filmkomödie verpasst. 

Psycho (1960)

Ein weiterer unantastbarer Klassiker und Meilenstein der Filmgeschichte, der es auf diese Liste schafft. Hitchcocks “Psycho” brach seinerzeit nicht nur mit einigen Tabus, sondern gilt auch heute noch als Musterbeispiel eines spannenden Thrillers. Die Darsteller, allen voran Anthony Perkins, der den geisteskranken Hotelbesitzer Norman Bates spielt, die visuelle Gestaltung des Films und natürlich auch Bernard Hermanns berühmter Score sind meisterhaft inszeniert und bilden zusammen einen der besten Filme aller Zeiten. Wer mehr über die interessante Entstehungsgeschichte des Films erfahren möchte, dem sei an dieser Stelle auch unser Beitrag “Making-of: Psycho (1960)” empfohlen. 

Sieben (1995)

Während hier bisher ein Klassiker nach dem anderen von 1959 bis 1979 aufgelistet wurde, ist „Sieben“ damit der mit Abstand jüngste Film und zeigt, dass selbst heutige Regisseure zu modernen Klassikern fähig sind. Dahinter steckt ein gewisser David Fincher, der hiermit erst seinen zweiten Film überhaupt abliefert und gleich einen Volltreffer landet. „Sieben“ ist ein absoluter Vorzeigefilm wenn es um moderne Thriller geht und überzeugt mit seiner sehr düsteren, dreckigen Grundstimmung, mit der sich das Duo Morgan Freeman und Brad Pitt auseinandersetzen muss. Die Chemie der beiden trägt einen durch das grässliche wie auch faszinierende Geschehen, dass in der Mitte des Films plötzlich eine Wendung nimmt, die sehr ungewöhnlich für die übliche Struktur eines Thrillers ist. Gekrönt wird das Ganze mit einem fulminanten Finale, dass es in sich hat und sich in den ein oder anderen Kopf einbrennen dürfte. 

Der unsichtbare Dritte (1959) 

Stefan scheint dem Meister des Suspense, ebenso wie wir anderen auch, einiges abgewinnen zu können. Und wen wundert es, wenn man sich einmal Klassiker wie “Der unsichtbare Dritte” anschaut. Hier beweist Hitchcock neben seinem großen Talent dafür, einem den Puls in die Höhe zu jagen, auch sein Gespür für Komik und großartige Dialoge. Alleine das erste Aufeinandertreffen von Cary Grant und den Schurken ist ein Paradebeispiel für ein spritziges Wortgefecht höchster Güte. Wortreich, zielsicher und mit jeder Menge Wendungen geht es dann schließlich durch den gesamten Film, bis zum großen Finale, welches, wie könnte es anders sein, in schwindelerregenden Höhen auf dem Mount Rushmore stattfindet.   

Der weiße Hai (1975)

Über kaum einen Film wurde in den bisherigen Ausgaben dieser Seite so viel geschrieben, wie über Steven Spielbergs Hai-Schocker. So ist “Der weiße Hai”  bis jetzt auch der einzige Film, der auf gleich zwei unserer streng kuratierten “The Loveful 8”-Listen auftaucht. Im Grunde ist zu diesem Film alles gesagt. Das musikalische Hai-Thema ist legendär, viele Szenen haben ihren Platz in der Kinogeschichte gefunden und die Angst vor Haien dürfte nicht unwesentlich mit diesem Film zusammenhängen. Wer trotzdem noch mehr über “Jaws” erfahren möchte, dem sei an dieser Stelle noch einmal Steffelowskis Beitrag zum Film in unserer Filmothek ans Herz gelegt. 

Was sagt ihr zu unserer Liste? Finden sich doch Überraschungen auf ihr? Oder hattet ihr mit dieser Auswahl insgeheim bereits gerechnet? 
Lasst es uns wie immer in den Kommentaren wissen. 
Die gesamte Liste mit Steffelowskis 20 Lieblingsfilmen, findet ihr hier: 
https://letterboxd.com/klappe_fm/list/the-loveful-8-steffelowskis-lieblingsfilme/

3 Gedanken zu “Die 8 besten Lieblingsfilme von Steffelowski

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