Die 8 besten französischen Filme

Wie vielfältig die filmische Farbpalette des französischen Kinos sein kann, beweist unsere Loveful 8 einmal mehr! Von coolen Actionthrillern, über fesselnde Politthriller, bis hin zu Liebeserklärungen an das Kino, fabelhaften Welten, Comedygrößen und berührende Komödien. Viel Spaß mit unserem spannenden Mix, der für großartiges, kreatives Kino aus Frankreich spricht!

Léon – Der Profi (1994)

Cooler, berührender und mit dreidimensionaleren Charakteren kann man einen Actionfilm/Thriller wohl nicht hinbekommen. Luc Besson ist mit diesem Film ein wahres Meisterwerk gelungen, das auch über seine Genregrenzen hinweg einfach als richtig guter Film betrachtet werden muss. Denn hier gibt es nicht nur was fürs Auge, sondern eben auch was fürs Herz. Es ist dieser Film, der dafür verantwortlich ist, dass Cineasten weltweit Besson einen so großen Vertrauensvorsprung geben, dass sie immer wieder die Kinosäle aufsuchen, wenn der Franzose mal wieder einen neuen Film in petto hat – egal wie oft sie schon enttäuscht wurden. Natürlich gibt es neben Bessons gelungener Inszenierung noch etliche weitere Punkte, allen voran die exzellenten Schauspieler, die den Film zu so einem besonderen Erlebnis machen, aber nachdem dafür an dieser Stelle kein Platz mehr ist, möchte ich hier auf unseren Beitrag in der Filmothek zu dem Film verweisen. Dort könnt ihr dann genauer nachlesen, warum ihr euch diese Genreperle auf gar keinen Fall entgehen lassen solltet. 

Hasch mich – ich bin der Mörder (1971)

Eine solche Liste, ohne einen Film mit Louis de Funès in der Hauptrolle ist eigentlich undenkbar. Zu legendär und prägend war der kleine Grantler für das französische Kino. Am Ende fiel unser Wahl auf eine der kultigsten, meist zitierten Komödien der französischen Filmgeschichte. Denn selbst wenn man besagten Streifen vielleicht gar nicht kennt, klingeln doch wohl bei den meisten die Ohren wenn ich hier schreibe: “Nein – doch – ohhh”. Natürlich muss man sagen, dass Funès durchaus ein Schauspieler ist, der mit seiner Art eher polarisiert. Entweder man liebt diese hibbelige, überdrehte, aufgekratzte Art oder man ist ziemlich schnell davon genervt. Und tatsächlich gibt es selbst in unserem Team ein Mitglied, dem das bunte Treiben nicht ganz so gut gefallen hat, aber nachdem die zwei übrigen dafür umso begeisterter von dem herrlich wirren Klamauk sind, findet sich der Film eben doch auf dieser Liste – und das ist auch gut so! 

Die fabelhafte Welt der Amélie (2001)

Wenn ich diesen Film mit einem Wort beschreiben soll, käme mir spontan „zauberhaft“ in den Sinn. Ab der ersten Minute ziehen die wunderschönen, beinahe schon poetischen Bilder und die verrückten Einfälle den Zuschauer in ihren Bann und lassen ihn bis zur letzten Szene nicht mehr los. Die Geschichte um die teils verträumte und, teils etwas naive Amélie, bietet immer etwas Neues und ständig überraschende Verrücktheiten. Amélie liebt das Leben und die Menschen, und es ist ihr ein absoluter Herzenswunsch, dass es allen gut geht. Sie tut vieles dafür, dass dies auch gelingt, selbst wenn sie dem Glück ab und an ein wenig auf die Sprünge helfen muss. Das Eintauchen in die fabelhafte Welt der Amélie ist ein wahrlich sinnliches Vergnügen.

Der Profi (1981)

Jean-Paul Belmondo zählte in den 1970er und 80er-Jahren zu den Top-Action-Stars in Europa und seine Filme waren regelmäßig echte Kassenknüller. In „Der Profi“ spielt er einen Geheimagenten der französischen Regierung der zwischen die Fronten gerät und an den Gegner verraten wird. Nachdem ihm die Flucht aus dem Gefängnis geglückt ist, begibt sich Belmondo auf einen gnadenlosen Rachefeldzug. Die handgemachten Actionszenen überzeugen auch heute noch durchweg und Belmondo spielt seine Rolle mit eiskalter Routine.  Ein hochspannender Agententhriller mit überraschendem Ende, aus einer Zeit, in der man das Wort „Twist“ noch gar nicht kannte. Auf jeden Fall zu erwähnen ist auch Ennio Morricones Score, der mit „Chi Mai“ einen echten Chart-Hit landete.

I-Wie Ikarus (1979)

Wer hat Präsident Jary erschossen? War es wirklich ein Einzeltäter oder steckt eine Geheimorganisation dahinter, die einen Staatsstreich anzetteln wollte? Und warum sind so viel Zeugen, die am Tattag vernommen wurden,  spurlos verschwunden oder auf ungewöhnliche Art und Weise ums Leben gekommen? Ein Staatsanwalt versucht Licht in das Dunkel zu bringen und muss schon bald erfahren, dass seine Ermittlungen unangenehme Fragen aufwerfen, die viele hochrangige Politiker und Beamte ins Schwitzen bringen. Der Politthriller hat im französischen Kino eine lange Tradition und von dort stammen auch die besten Filme dieses Genres. I-Wie Ikarus reiht sich hier mühelos ein. Die Parallelen zum Mord an J.F. Kennedy sind natürlich voll beabsichtigt und der Film  wirft einen interessanten und anderen Blick auf den Präsidentenmord.

The Artist (2011)

Diese Ode an das Filmemachen darf hier natürlich nicht fehlen, denn in diesem außergewöhnlichen Film ist dem französischen Kino etwas Besonderes gelungen. Mit dieser genialen Hommage an das alte Hollywood wurde der Übergang der Stumm- in die Tonfilmära perfekt porträtiert und bleibt seiner Thematik auch auf audiovisueller Ebene auf beeindruckende Art und Weise treu. In Schwarzweiß und im 4:3-Format entführt uns „The Artist“ ohne viel gesprochene Worte 100 Minuten lang zurück in eine längst vergessene Zeit, in der sich ein gefeierter Stummfilmstar schließlich mit einem unverhofften Karriereende befassen muss, denn die Tonfilmära verlangte nach neuen Gesichtern und natürlich vor allem Stimmen. Trotz heutzutage veränderter Sehgewohnheiten zahlt sich der Mut dieses Films dabei voll und ganz aus und es gelingt ihm sehr ans Herz zu gehen. Definitiv ein Film, der im letzten Jahrzehnt besonders hervorgestochen ist, und sei es bloß wegen seines inszenatorischen Konzepts.

Taxi (1998)

Dieser kompromisslosen Actionkomödie liegt das Drehbuch von niemand Geringerem als Luc Besson zu Grunde, als dieser gerade erst Filme wie „Léon – Der Profi“ oder der aberwitzige „Das fünfte Element“ herausgebracht hatte. Was daraus entstand, war eine kultige Filmreihe, die ganze vier weitere Fortsetzungen erhielt. Mit viel französischem Charme und Bessons Witz wird im ersten Teil der Taxifahrer Daniel eingeführt, der insgeheim eine Liebe für Autorennen hat und daher sein Taxiauto (ein unscheinbarer Peugeot) ordentlich aufgetunt hat. Nach einer turbulenten Fahrt mit seinem Fahrgast Emilien, der Polizist ist, droht ihm der Führerschein entzogen zu werden. Um dem entgegen zu wirken, erklärt er sich bereit Emilien einen Monat lang bei der Arbeit zu helfen und ihn zu chauffieren. Dabei gerät er in den neusten Fall des Polizisten, der versucht einer Bande brutaler deutscher Bankräuber das Handwerk zu legen.

Ziemlich Beste Freunde (2011)

Damit sind wir beim absoluten Wohlfühlfilm schlechthin und vielleicht dem populärsten französischen Film des letzten Jahrzehnts. Das ist aber auch kein Wunder, hat dieser Film doch alle Zutaten, die man für eine gute Zeit im Kino benötigt: Zwei extrem charismatische Hauptdarsteller mit einer wundervollen Chemie zueinander, deren Figuren wunderbar gegensätzlich sind und auch die nötige Charaktertiefe erhalten, eine tolle Musikauswahl und viel französischer Witz, der sich aber auch mit emotionalen Momenten abwechselt, die das Herz ansprechen. Derart lebensbejahende Filme kann es eigentlich nie genug geben und wenn man einmal nicht so gut drauf ist, ist man hiermit jederzeit gut beraten!


Das waren unsere Top Acht und wie immer, gibt es natürlich zahlreiche Filme, die unseren Beitrag nur knapp verpasst haben. Checkt also unsere Letterboxd-Liste aus, um herauszufinden, um welche Filme es sich dabei noch alles handelt und diskutiert mit uns gerne in den Kommentaren, wo ihr uns zustimmt und falls euch ein Film in der Aufzählung fehlt, um welchen es sich dabei handelt!

16 Gedanken zu “Die 8 besten französischen Filme

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