Klappe-Porträt (1): Rock Hudson – Zu schön, um schwul zu sein

Ab und an gerät man in Situationen, in denen man beginnt, am eigenen Weltbild zu zweifeln. So ist es mir kürzlich gegangen, als gefragt wurde, wer denn bitte dieser Rock Hudson sei, über den ich hier in unserem Magazin etwas schreiben wollte. Ja, wer war Rock Hudson? Vermutlich war sich Roy Fitzgerald (bzw. Roy Harold Scherer Jr., bevor er im Alter von sieben Jahren adoptiert wurde), so Hudsons bürgerlicher Name, viele Jahre seines Lebens selbst nicht einmal sicher, wer er wirklich war. Denn Hudson war ein schwuler Schauspieler und Superstar in Hollywoods goldener Ära. Homosexuell zu sein, bedeutete in jenen Tagen, dass nicht nur vor der Kamera eine Rolle zu spielen war, sondern auch wenn der letzte Scheinwerfer erloschen und die letzte Klappe geschlagen war. Eine Dauerrolle in einer nicht enden wollenden Daily Soap. „Der Mann, der zwei Mal lebte“ war nach Hudsons Aussage sein bester Film. Es gäbe wohl kaum einen passenderen Titel für eine Hudson-Biografie.

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