Biopics über Filmschaffende – Zwischen Heldensage und Faktenlage

Biopics über Filmschaffende sind immer so eine Sache. Will man wirklich hinter die Kulissen schauen? Will man wirklich die, oftmals ernüchternde, Wahrheit hinter dem Zauber eines Films kennen? Tatsächlich gibt es zu diesem Thema einige Filme auf dem Markt. Eine kleine Auswahl davon soll in diesem Beitrag vorgestellt werden. Dabei unterscheiden sich die ausgewählten Filme im Hinblick auf den gewählten Fokus, den Ton und die visuelle Gestaltung zum Teil deutlich voneinander. Konkret sollen die Filme „Hitchcock“ (2012), „Chaplin“ (1992), „Fritz Lang“ (2016), „Trumbo“ (2015) und „Gods and Monsters“ (1998) unter die Lupe genommen und miteinander verglichen werden. Weiterlesen

Von Nickelodeons und Kintopps

Der erste Film, den ich je im Kino gesehen habe, oder zumindest den als ich ersten Film meines Lebens in Erinnerung habe, war der Disney-Klassiker „Bambi“ aus dem Jahr 1942. Um gleich irgendwelchen Spekulationen entgegenzuwirken: nee, es war definitiv nicht die deutsche Uraufführung von 1950. Ort des Geschehens war damals das imposante Hamburger Grindel-Kino (offiziell damals „Ufa Grindel Filmtheater“), eines der großen traditionellen „Lichtspieltheater“ der Stadt. Das Grindel hatte zum Zeitpunkt meines ersten Besuchs schon eine recht wechselhafte und turbulente Geschichte hinter sich, selbst wenn es – eröffnet wurde es 1959 – viele Kinos in der Stadt gab, die um einiges älter waren. Leider sind in diesen Tagen alle geschichtsträchtigen Filmtheater in meiner Stadt verschwunden. Lediglich ein echter Kino-Dinosaurier (das „Passage-Kino“ in der Innenstadt) hat nunmehr schon mehr als 100 Jahre durchgehalten und allen Kinokrisen getrotzt. Ich hoffe sehr, dass auch die Corona-Krise diesem Diamanten der Filmkunsttheater nichts anhaben kann. Weiterlesen