Ein Plädoyer für das deutsche Kino: 20 (sehr) gute deutsche Filme

Meine Damen und Herren,

wir verhandeln heute den Fall „Deutscher Film“ gegen „Das Publikum“. Dem angeklagten deutschen Film wird gemeinhin zur Last gelegt, sein Publikum mit immer gleichen Schweiger-Schweighöfer-Aufgüssen anzuwidern und durch böswillige Einfallslosigkeit zu belästigen. Eine Verurteilung zur Höchststrafe, eine unwiderrufliche Verbannung ins Abendprogramm auf RTL2, scheint aufgrund der erdrückenden Beweislast unausweichlich. Trotzdem soll an dieser Stelle auch mal eine Lanze für das deutsche Kino gebrochen werden, das sich fraglos in der Vergangenheit einiger verurteilenswerter und geschmackloser Untaten schuldig gemacht hat. Aber ist deswegen alles schlecht? Mitnichten. Jeder hat eine Chance auf Resozialisation verdient. In diesem Plädoyer sollen der Anklage 20 Beispiele aufgezeigt werden, die eindeutig beweisen, dass der Angeklagte Reue zeigt und durchaus auch gute Taten vollbringen kann. Hier sind 20 deutsche Filme aus den Jahren 2010 bis 2019, die auf jeden Fall eine Sichtung wert sind.

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Hallo, hier spricht Steffelowski…. Die Edgar Wallace Filme (1959-1972)

Ende der 1950er-Jahre zog das Böse in die deutsche Kinolandschaft ein und es begann eine beispiellose Mordserie wie sie das Land bisher, Kriege ausgenommen, noch nicht erlebt hatte. Ziel der Aktion war die Vernichtung des Heimatfilms. So wurde Piroschka vom Frosch mit der Maske erdrosselt, das Schwarzwaldmädel fiel dem Mönch mit der Peitsche zum Opfer und der Förster aus dem Silberwald wurde langsam und qualvoll mit dem indischen Tuch erdrosselt. Es reichte. Die Deutschen hatten das Trauma des 2. Weltkriegs überwunden oder zumindest erfolgreich verdrängt. Das Wirtschaftswunder hatte Wohlstand, Arbeitsplätze und volle Kaufhausregale gebracht. Der Hang zum Vergessen war zu Ende, die Sehnsucht nach Harmonie und Heimat war fürs Erste einmal gestillt. Somit hatte der Heimatfilm – der Balsam für die geschundene deutsche Volksseite – ausgedient und das Publikum war bereit für eine „härtere“ Gangart.

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Klappe Auf: Der deutsche Film und sein Image

In dieser Ausgabe unserer Rubrik „Klappe Auf:“ möchten wir neue Wege gehen und dazu ein neues Format ausprobieren. Bereits vor einigen Wochen haben wir auf unserem Twitter-Kanal unsere Leser gebeten, zwei Sätze zu vervollständigen. „Deutsche Filme sind…“ zum einen und „Vom Deutschen Film wünsche ich mir in Zukunft…“ zum anderen. Einige der eingegangenen Zitate haben wir in diesem Beitrag nun gesammelt und werden diese mit unseren Meinungen, Gedanken und Kommentaren beleuchten. Wir, das sind der Deutsche-Filme-Muffel Wermi und Ma-Go, der nimmermüde versucht, die mit Kot beschmutzte Fahne des deutschen Films hochzuhalten. Viel Spaß!

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