Klappe Auf: Das gibt was auf die Ohren  – Quickfire Fragen

„Thank you for the Music“ ist nicht nur der Titel eines ABBA Songs, sondern auch die Danksagung des Klappe!-Teams an all die kreativen Köpfe, die als Komponisten, Musiker, Orchester, SängerInnen, ihre großen und kleinen Anteile dazu beigetragen haben, dass ein Film eben nicht nur ein Augen-, sondern oftmals auch ein echter Ohrenschmaus sein kann. In unserer Begeisterung haben wir kurz die Köpfe zusammengesteckt, um mal ein emotionales Stimmungsbarometer zum Thema Filmmusik und Musikfilmen abzufragen. Unsere Quickfire-Fragen haben tatsächlich ein paar interessante und überraschende Antworten zutage gebracht. In den Kommentaren ist natürlich jede/r dazu aufgerufen, sein musikalisches Statement abzugeben.  

  1. Welches ist dein (gesungener) Lieblingsfilmsong

Ainu: Eine schwierige Frage, immerhin gibt es so einige Lieder mit denen man quasi als Dauerbrenner groß geworden ist, sei es nun diese Sommerliebe, von der man gar nicht genug erzählt bekommen konnte, oder der beschwingte Gesang im Regen, oder die blauen Vögel hinter dem Regenbogen. Trotzdem entscheide ich mich für einen deutlich aktuelleren Vertreter und sage: “The Fools who dream” aus “La La Land”. 

Steffelowski: Kennt vermutlich kaum noch einer. Aber mein Favorit ist das beschwingte und mit einer tollen Tanzszene dargebotene „Make `Em Laugh“ aus „Singin`in the Rain (1952). Donald O`Connor ist einfach göttlich.

Wermi: Achtung Ohrwurmgefahr! Sagt nicht ich hätte euch nicht gewarnt, wenn ihr den Rest des Tages vor euch hinpfeifen müsst. Aber immerhin ist dann gute Laune mit “Always Look on the Bride Side of Life” garantiert.

  1. Für welches Filmmusical hast du eine Schwäche?

Ainu: Auch hier könnte man natürlich die üblichen Verdächtigen nennen, wobei mir von den Klassiker “Singin’ in the Rain” eindeutig am besten gefällt. Was die neueren betrifft, so konnte sich “Hairspray” einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen sichern. 

Steffelowski:  Ich bin ein großer Freund der klassischen Hollywood Musicals. Daher fällt meine Wahl auf „Der Zauberer von Oz“ (1939), „The Sound of Music“ (1965) und „Cabaret“ (1972) 

Wermi: Das sind aber schöne Klassiker die ihr hier nennt. Tja nun, ich nenne hier dann mal “High School Musical”, der war ‘ne große Nummer als ich noch klein war und damit sind wir aufgewachsen. Plus: Vanessa Hudgens war mein erster Crush.

  1. Welcher Musiker/welche Band verdient noch ein Biopic?

Ainu: Prince fiele mir hier spontan ein. Ich weiß, dass er einen großen Einfluss auf die Musikwelt hatte, fand bisher aber keinen so richtigen Zugang zu seiner Musik – vielleicht würde sich das ja durch ein gutes Biopic ändern. 

Steffelowski: Natürlich „die größte kleine Band der Welt“ The Beatles. Auch wenn mir das Ergebnis sicherlich nicht gefallen würde.

Wermi: Ob wir noch eine filmische Aufarbeitung von Michael Jackson erleben werden? Genug Stoff gäbe es ja, allerdings wäre das sicher auch eine ganz schön heikle Angelegenheit… Interessieren würde es mich aber allemal.

  1. Hast du einen Score Geheimtipp?

Ainu: Ich erwähne den Film zwar immer wieder mal hier, aber ich werde nicht müde, es noch ein weiteres Mal zu tun: “Your Name.” Mal abgesehen von 2-3 Liedern mit deutlichem J-Pop-Einschlag, sind hier vor allem wundervolle Klavier- und Streicherklänge zu finden, die einen in manchen Momenten direkt zu Tränen rühren ob ihrer Schönheit.

Steffelowski: Hier sei auf jeden Fall der von Alan Silvestri komponierte Score zu „Predator“ (1987) empfohlen werden. So wie der außerirdische Jäger mit dem Dschungel verschmilzt, gehen Musik und Film hier eine innige Verbindung ein.

Wermi: Puh da könnte ich tatsächlich einige aus dem Ärmel schütteln… Ich nutze die Gelegenheit aber, um meinen Lieblingsscore zu bewerben: “Ratatouille”. Der geht meiner Meinung nach immer wieder unter und wird selten bei dem Film hervorgehoben.

  1. Welches Filmmusikthema erkennst du auch, wenn man dich nachts aus dem Tiefschlaf reißt?

Ainu: Da gibt es natürlich einige Klassiker, die man einfach immer erkennt. Wenn ein Hai geschwommen kommt, ein Imperator das Schlachtfeld betritt oder ein Hobbit gemütlich durchs Auenland flaniert, dann weiß man das auch ohne die Augen öffnen zu müssen. Aufgrund meiner besonderen Affinität zu der Reihe, werfe ich hier aber mal das Avengers-Theme in den Ring, wie es in “Endgame” vor dem großen Showdown zu hören ist.  

Steffelowski: Schon die ersten sparsamen Takte des „Main Title“ aus „Der weiße Hai“ sind so einprägsam und mitreißend, dass ich dieses Stück überall und zu jeder Tageszeit erkennen würde.

Wermi: Interessanterweise war letztens mein Onkel zu Besuch und wir haben mit meinen Eltern zusammen das Erraten von Filmmusik gespielt… Dabei habe ich ohne groß angeben zu wollen vieles bereits am ersten Ton erkannt, was daran liegt, dass ich meistens wenn ich Musik höre tatsächlich Filmmusik anmache. Also würde ich mal behaupten, vieles aus den letzten 40 Jahren das man kennen sollte zu erkennen.

  1. Welches ist für dich der beste Musikfilm aller Zeiten?

Ainu: Ob es der beste aller Zeiten ist, kann ich nicht sagen, aber ich kann euch sagen, welchen ich bisher am häufigsten gesehen habe und auch immer wieder gerne schaue: “La La Land”. 

Steffelowski: Was wäre, wenn es die Beatles nie gegeben hätte, sich aber ein erfolgloser Musiker dennoch an die Band und vor allem an ihre Musik erinnern könnte? Danny Boyle hat diese Idee in „Yesterday“ (2019) genial umgesetzt. Ein Film, der mir von Anfang bis Ende Gänsehaut-Momente beschert.

Wermi: Hierauf kann ich eigentlich nur mit meinem absoluten Lieblingsfilm antworten: “Whiplash”. Als Kind habe ich selbst gelernt Schlagzeug zu spielen, daher war ich thematisch bereits stark investiert und wurde von diesem Film regelrecht umgehauen.

  1. Welche Filmmusik hast du auf deiner Spotify/Apple-Musik-Playlist?

Ainu: Ich habe weder Spotify noch Apple-Music, aber in meinem CD-Regal finden sich durchaus ein paar Vertreter. “Your Name.”, “La La Land”, “The Artist”, “Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford”…um nur mal ein paar zu nennen. 

Steffelowski: Der Score zu „Inception“ (2010) ist einfach phantastisch. Beinahe jedes Stück wirkt auch ohne die Bilder des Films. Hier hat sich Hans Zimmer wirklich ins Zeug gelegt.

Wermi: Da eine konkrete Antwort den Rahmen sprengen würde, lasse ich stattdessen doch lieber meine Playlist für sich sprechen: https://open.spotify.com/playlist/3aNk2Y1rIGeZUSxVuLpBGy?si=94d6716b50104bad

  1. Lieber großes Orchester oder Minimaleinsatz von Musik?

Ainu: Das kommt wirklich sehr auf den Film drauf an. Ein großes Orchester kann schnell mal übertrieben und schwülstig wirken, wenn es allerdings im richtigen Moment fehlt, kann das auch ziemlich bitter sein.  

Steffelowski: Das hängt natürlich immer vom Film ab, aber ich bin schon eher ein Fan davon, wenn musikalisch das große Besteck ausgepackt wird und ein bombastischer Score die Lautsprecher erbeben lässt.

Wermi: 

  1. Welcher Komponist hat bei dir den größten Eindruck hinterlassen?

Ainu: Auch wenn er bisher erst zu 3 Filmen den Soundtrack beigetragen hat, sind es für mich 3 der besten Soundtracks der letzten Jahre, weshalb meine Antwort hier Justin Hurwitz lautet.

Steffelowski: Für mich ist Bernard Herrmann beim Thema Filmmusik die ewige Nummer eins. Seine Musik ist raffiniert, oft gegen gängige Muster komponiert und immer wieder anders. Nicht umsonst hat Hitchcock so häufig mit ihm zusammengearbeitet. Aber darüber hinaus gehen noch etliche andere beeindruckende Scores auf Herrmanns Konto. 

Wermi: Meine Liebe zur Filmmusik hat Hans Zimmer entfacht. In den letzten Jahren enttäuscht er mich zwar vermehrt, da ihm seine innovative Kraft und Originalität so ein wenig abhanden gekommen ist, aber das schmälert nicht seine Bedeutung für mich. Auf meiner Liste von Konzerten die ich noch sehen möchte, steht er an oberster Stelle.

  1. : Welcher Filmscore hat bei dir den größten Eindruck hinterlassen?

Ainu: Vielleicht eine ungewöhnliche Wahl, aber hier sage ich mal “Arrival”. Was hier an Klangwelten erschaffen wurde, um einen ebenso faszinierenden wie eigenwilligen, wundervollen wie gewöhnungsbedürftigen Soundtrack abzuliefern, hat mich schon wirklich tief beeindruckt.  

Steffelowski: Maurice Jarre hat mit der Musik zu „Lawrence von Arabien“ (1962) ein nicht zu übertreffendes Meisterwerk geschaffen. In meine Augen (und Ohren) hat es nie eine bessere Symbiose zwischen den Bildern auf der Leinwand und der musikalischen Untermalung gegeben. Wer einmal die erste Wüstenszene gesehen und gehört hat, wird wissen, was ich meine.

Wermi: Hier muss ich “Inception” nennen – Der Filmscore war der Startschuss für meine Vorliebe für Filmmusik und gar Filme im Allgemeinen.


Jetzt seid ihr gefragt! Wie gefallen euch die Antworten unseres Teams? Wie würdet ihr die Fragen beantworten? Schreibt es gerne in die Kommentare und diskutiert mit uns!

4 Gedanken zu “Klappe Auf: Das gibt was auf die Ohren  – Quickfire Fragen

    • Stimmt wohl, der Film wurde durchaus zwiespältig aufgenommen. Der ist zum Teil arg kitschig und konstruiert. Aber ich kann als bekennender Beatles-Fan hier eh nicht wertfrei urteilen. Ich freue mich schon seit Monaten wie ein Kind auf die Doku von Peter Jackson auf Disney+

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      • Ich bin ebenfalls großer Beatles Fan und kann dir auch zustimmen, die Musik, die Anspielungen (zB die zwei Fans) oder auch die Idee mit dem Wiedersehen waren sehr gut
        Nur die eigentliche Geschichte find ich halt Quatsch 😅 das beginnt bei der schmalzigen und merkwürdigen Liebesgeschichte und endet bei der grundlegend falschen Idee, dass jemand mit Beatles Musik heute noch ein Popstar werden könnte. Nicht umsonst wurden kaum Lieder der experimentellen Beatles genutzt.

        6 Stunden Beatles – ach ja, das wird ein Fest 😁

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        • Zugegeben, die Liebesgeschichte wirkte schon seltsam. Habe ich aber auch gar nicht weiter beachtet, Mir hat die Prämisse des Films sehr gefallen und darauf konnte ich mich gut einlassen. Das hatte für mich eine ganz besondere Magie und „Revolution 9“ oder „What’s the New Mary Jane“ habe ich nicht wirklich vermisst, auch wenn ich den Stücken (in Teilen) schon etwas abgewinnen kann.
          Ja, 6 Stunden Beatles – herrlich, auch wenn ich das Ganze natürlich viel lieber im Kino gesehen hätte.

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