Filmtipps September 2021

Kaum ein Genre ist so vielfältig und abwechslungsreich wie die Filmgattung des Science-Fiction Films. Hier konnten und können sich Filmemacher in den Themen, der künstlerischen und technischen Umsetzung und den transportierten Ideen und Botschaften  so richtig austoben. Ein Genre mit unbegrenzten Möglichkeiten. An anderer Stelle dieser Ausgabe gibt es übrigens eine sehr interessante und zu empfehlende Abhandlung zur Frage, welche Filme überhaupt in das Genre des Science-Fiction gehören und welche nicht. Da ist es nämlich durchaus nicht leicht, den Überblick zu behalten. Dennoch haben wir uns für euch in die unendlichen Weiten der Wurmlöcher und Paralleluniversen gewagt, um ein paar Filme zusammenzustellen, die die Vielfalt des Genres Science-Fiction unter Beweis stellen. Viel Spaß. Weitere Vorschläge können gern in die Kommentare gebeamt werden.

Ainu empfiehlt: 

Looper (2012)

  • Regie: Rian Johnson
  • Genre: Science Fiction, Action
  • Darsteller: Bruce Willis, Joseph Gordon-Levitt, Emily Blunt
  • Zurzeit verfügbar bei: Netflix

Schon klar, Johnson hat bei Science-Fiction-Fans dank seines Ausflugs in das Star-Wars-Franchise keinen besonders guten Ruf, aber glaubt mir, wenn ich euch sage, gebt “Looper” eine Chance. Denn neben einer coolen Zeitreise-Prämisse, mit der auch noch wunderbare inszenatorische und erzählerische Spielereien während des Films getrieben werden, bietet der Film auch noch eine spannende Geschichte und wirklich tolle schauspielerische Leistungen. 

Der Marsianer (2015)

  • Regie: Ridley Scott
  • Genre: Science Fiction, Survival, Komödie
  • Darsteller: Matt Damon, Jessica Chastain
  • Zurzeit verfügbar bei: Disney+

Auch hier hatte es der Regisseur in den letzten Jahren nicht so leicht mit den Genre-Fans. Filme wie “Prometheus” und “Alien Covenant” spalteten die Zuschauer. Wer also gerne einmal sehen möchte, dass es der Mann hinter Werken wie “Alien” und “Blade Runner” immer noch drauf hat, der sollte sich auf jeden Fall diese abgefahrene Geschichte über einen Astronauten, der dummerweise am Mars strandet, nicht entgehen lassen. Witzig, großartig gefilmt und gespielt und richtig mitreißend – so geht großes Kino. Kleiner Tipp am Rande: Solltet ihr zufällig die Blu-Ray zu Hause haben, lässt euch auf keinen Fall das dort enthaltene Bonusmaterial entgehen. 

Steffelowski empfiehlt:

Der große Krieg der Planeten (1977)

  • Regie: Jun Fukuda 
  • Genre: Science-Fiction 
  • Darsteller: Kensaku Morita, Yûko Asano, Ryô Ikebe
  • Zurzeit verfügbar bei: Amazon Prime 

Mit  dem ersten Film der „Star  Wars“-Reihe läutete Regisseur George Lucas 1977 eine neue Ära der Filmgeschichte ein. Plötzlich wimmelte es im gesamten Universum von außerirdischen Lebensformen, schnittigen Raumschiffen, die sich vorzugsweise mit mehrfacher Lichtgeschwindigkeit durch die Galaxien bewegten und vermeintlich unbesiegbaren Schurken, die auszogen, um fremde Planeten zu erobern und zu vernichten. So wie bei jedem lukrativen Filmboom aus den USA führte auch „Star Wars“ zu einer Unzahl von Nachahmungen von meist sehr viel minderer Qualität in jeglicher Hinsicht. Genau mit einem solchen Trittbrettfahrer haben wir es hier zu tun. Dennoch macht der Film trotz wirrer Handlung, schlechten Kostümen und noch schlechteren „Spezial“Effekten viel Spaß. Wer Trash mag, sollte hier unbedingt reinschauen. Für Freunde  der einfachen Unterhaltung ein Riesenspaß. Für lau auf Amazon Prime zu bestaunen. ]

FBI jagt Phantom (1965)

  • Regie: Hugo Grimaldi
  • Genre: Science-Fiction 
  • Darsteller: Richard Kiel, George Nader, Dolores Faith
  • Zurzeit verfügbar bei: Amazon Prime 

Wäre man 1965 mit 140.000 US-Dollar via Zeitmaschine ins Jahr 2021 gereist, hätte das Geld inzwischen eine Kaufkraft von rd. 1,2 Mio. Dollar. Keine schlechte Rendite, aber ließe sich damit ein vernünftiger Sci-Fi Film produzieren? Die Antwort lautet eindeutig Nein, und zwar für 1965 und heute. Ein schöner Beweis für diese These ist „FBI jagt Phantom“ allemal. Und dennoch möchte ich diesen Film empfehlen.  Wenn auch sehr ungelenk in seiner Machart und schauspielerisch bestenfalls auf dem Niveau eines Kindertheaters, ist die Prämisse des Films – Außerirdische versuchen, die Mitarbeiten der US-Regierung durch Androiden zu ersetzen, um so allmählich die Weltherrschaft an sich zu reißen – durchaus interessant. Mit einem großzügiger bemessenem Budget, wäre da sicherlich eine ganze Menge mehr drin gewesen. Sehenswert ist auf jeden Fall Richard „Beißer“ Kiel, aus den Bond-Filmen in einer Beinahe-Hauptrolle.

Wermi empfiehlt:

Passengers (2016)

  • Regie: Morten Tyldum
  • Genre: Science-Fiction, Romance
  • Darsteller: Chris Pratt, Jennifer Lawrence
  • Zurzeit verfügbar bei: Netflix, Sky

Als ich diesen Film einige Zeit nach Release erst nachgeholt habe, hatte ich keinerlei Erwartungen. Viele Kritiken fielen schlecht aus und ihm wurde besonders vorgeworfen, durch den Trailer einen völlig anderen Film zu versprechen. Da ich davon allerdings vorab nichts mitbekommen hatte, konnte ich mich völlig auf den Film einlassen und wurde mehr als positiv überrascht. Letztlich ist Passengers ein spannendes Gedankenspiel, dass die Hauptfigur wie auch die Zuschauer vor ein moralisches Dilemma stellt: Wenn du weißt, dass du aufgrund einer technischen Fehlfunktion dein ganzes restliches Leben auf einem einsamen Raumschiff verbringen musst und dort sterben wirst, wie verwerflich ist es dann, einem anderen Menschen das gleiche Schicksal aufzuzwingen, um nicht so einsam zu sein?
Fun Fact: Für das Drehbuch war Jon Spaihts verantwortlich, der auch am Drehbuch für Denis Villeneuves Dune mitarbeitet. 

In Time (2011)

  • Regie: Andrew Niccol
  • Genre: Science-Fiction-Thriller
  • Darsteller: Justin Timberlake, Amanda Seyfried
  • Zurzeit verfügbar bei: Amazon Prime

Dieser Film hat eine sehr originelle Idee: Ab 25 Jahren altern Menschen nicht mehr und müssen sich zusätzliche Lebenszeit erarbeiten. Wenn sie keine mehr auf dem Konto haben, müssen sie sterben. Sein Potential reizt der Film zwar nicht völlig aus, so hätte man mit dieser genialen Prämisse bspw. auch viel mehr Gesellschaftskritik einbauen können, doch reicht es am Ende für einen mehr als soliden Thriller mit einer interessanten Filmwelt.

3 Gedanken zu “Filmtipps September 2021

  1. Ich denke Star Crash ist ein essentieller Film. Insbesondere, wenn man die spätere Karriere des Mimen David Hasselhoff ernsthaft nachvollziehen möchte. Aufmerksame Beobachter können vermutlich bereits in dieser Darstellung erste Hinweise auf Autofahren und Bademeistern entdecken. Wenn man nicht zu beschäftigt damit ist, zu überlegen, wem Christopher Plummer wohl einen erschreckend großen Gefallen schuldig war…

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