Von wegen Furcht und Schrecken: Diese Monster wollen uns nur Gutes

Wenn man an Monster denkt, hat man immer ein klares Bild vor Augen: Sie sind abscheulich, aggressiv, bedrohlich und oft auch beängstigend. Doch werden diese Vorurteile vielen anderen Monstern überhaupt nicht gerecht, denn es gibt auch diejenigen, die auf der gute Seite stehen. Um diese stillen Helden soll es in diesem Beitrag gehen und darum, mit Stereotypen zu brechen und einmal mehr aufzuzeigen, dass die äußeren Werte nicht alles sind.

Die Monster AG (2001)

Und welcher Film könnte da einen besseren Anfang machen, als „Die Monster AG“? Der Film taucht in die Welt der Monster ein, die ein ganz normales Leben führen und beruflich dazu ausgebildet werden, in Kinderzimmer zu gehen um die Kinder zum Schreien zu bringen, da sie daraus Energie gewinnen.
Schließlich bricht der Film mit den ganzen Monsterklischees und bietet uns mit Sulley und Mike zwei liebenswürdige und lustige Artgenossen, die eine folgenschwere Entwicklung durchmachen und erkennen wie viel wertvoller es ist, Kinder zum Lachen zu bringen. Damit wird die Existenz der Monster einmal komplett auf den Kopf gestellt.

Shrek – Der tollkühne Held (2001)

Im selben Jahr hat sich auch gleich ein weiterer Animationsfilm gedacht, mit Klischees zu brechen. Hier wird im Grunde ein Anti-Märchen erzählt: Eine Prinzessin wurde verflucht und oben in einem Turm gefangen gehalten, der zudem von einem Drachen bewacht ist. Nur ein tapferer Ritter kann sich den Hindernissen widersetzen und sie mit einem Kuss von ihrem Fluch befreien – Dieser edle Ritter entpuppt sich hier allerdings als der grässliche Oger Shrek. Später verwandelt sich die wunderschöne Prinzessin dann auch noch in eine Ogerfrau, die diese Gestalt ironischerweise annimmt in dem Moment wo ihr Fluch aufgehoben wird. Mehr Monsterromantik geht nicht.

Shape of Water (2017)

Halt, es geht doch noch mehr? In diesem Film wird ein Wesen, halb Amphibie, halb Mensch, am Amazonas gefangen genommen und in ein geheimes Labor verschleppt, um dort Experimente an ihm zu verüben. Immerhin ist so eine unbekannte Kreatur offensichtlich gefährlich und damit ist jede Quälerei der es ausgesetzt ist gerechtfertigt. Wie sich dann aber natürlich herausstellt, haben wir es hier aber eigentlich mit einem sehr feinfühligen Lebewesen zu tun, das sogar über Heilkräfte besitzt und sogar leidenschaftlichen Sex mit einem Menschen haben kann und zur Liebe fähig ist. Wer hätte das gedacht!

E. T. – Der Außerirdische (1982)

Eine liebevolle Beziehung geht auch dieses merkwürdige Geschöpf mit einem Menschen ein – wenn auch dieses mal rein platonisch. Auch hier muss das „Monster“ vor der „Welt der Erwachsenen“ beschützt werden, wer weiß auf welche Ideen die nur wieder kommen würden, wenn sie E.T. in die Finger bekämen. Der krümmt nun wirklich keiner Fliege etwas, außer vielleicht unseren Gefühlen, wenn er sie einfach kaltherzig packt, sie gewaltsam aus unserer Brust reißt und sie mit auf sein Raumschiff nimmt während er abhaut.

Drachenzähmen leicht gemacht (2010)

Ohnezahn ist da schon ein treuerer Kumpane. Während die ungeheuerlichen Drachen von den meisten Wikingern verachtet werden, kristallisieren sich die Biester als eigentliche unfassbar liebenswerte Wegbegleiter heraus. Genau so wie die Drachen auch.

Mein Nachbar Totoro (1988)

Ein gigantisches Erscheinungsbild liegt eingerollt in einem Baum, schnarcht bedrohlich und entbehrt dabei ein ausgeprägtes Gebiss, dass innerhalb von einem Augenblick ein kleines Mädchen schnappen und zermalmen könnte. Okay machen wir uns nichts vor, das war der mickrige Versuch, Totoro beängstigend darzustellen, aber das geht nicht. Ähnlich wie das Mädchen im Film kann man sich nur von der ersten Sekunde an in das Knuddelwuffel-Ding, dass sich einen Waldgeist nennt, verlieben.

Sieben Minuten nach Mitternacht (2016)

Zu guter Letzt gelangen wir zu meinem liebsten Monster in meiner Auswahl, das Baummonster, das einen kleinen Jungen in drei Nächten jedes Mal um Sieben Minuten nach Mitternacht besucht und jeweils eine Geschichte bereithält, wenn der Junge ihm im Gegenzug seinen Albtraum erzählt. Im Verlaufe des Films stellt sich das Monster als scheinbar bester Psychotherapeut der Welt hinaus und hilft dem Jungen auf berührende Art und Weise mit seinen erdrückenden Problemen fertig zu werden, denen kein Kind in dem Alter ausgesetzt sein sollte.


Nun zu euch: Welches sind eure liebsten Monster? Wen habe ich in meiner Aufzählung vergessen? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen!

Ein Gedanke zu “Von wegen Furcht und Schrecken: Diese Monster wollen uns nur Gutes

  1. Godzilla handelt auch meistens nach bestem Wissen und Gewissen! Was kann er dafür, wenn Tokio halt im Weg steht! 😉

    Bei Totoro könnte man den Katzenbus noch als Monster nennen. Da gäbs für Verspätungen keine leeren Entschuldigungen, sondern nur einen verachtenden Blick…

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