Die 8 besten Monster-Filme

Monster voraus! hieß es in diesem Monat in der Klappe!-Redaktion. Dabei waren wir auch nicht geizig und haben alles eingeladen, sich um das Rennen für die diesmonatigen Loveful 8 zu qualifizieren, was da so kreucht und fleucht. Dementsprechend interessant erwies sich schließlich unser Kandidatenfeld und ebenso unsere finale Liste. Gut, irgendwie haben die Aliens dann doch die Überhand gewonnen – aber die Biester sind halt einfach auch verdammt schwer kaputt zu kriegen (zum Beweis könnt ihr ja mal in ein paar der Filme dieser Liste reinschauen, wenn ihr das nicht sowieso schon getan habt). Nun gut, jetzt aber genug der einleitenden Worte und ran an die Monster…

PS.: Uns ist durchaus bewusst, dass sowohl Godzilla als auch King Kong von euch auf dieser Liste wohl schmerzlich vermisst werden und wir erwarten daher hoch erhobenen Hauptes eure verbale Steinigung in den Kommentaren.  

Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (1979)

Das Genre  des Science-Fiction Films durchlief in den 1970er-Jahren mehrere Phasen. Bis zur Mitte der Dekade waren die Handlungen der Filme meist von einer pessimistischen Sicht auf die Zukunft geprägt. Mit „Star Wars“ (1977) kamen dann leichtere, eher an den klassischen Abenteuerfilm angelehnte Stoffe in die Kinos. „Alien“ stellte wiederum alles auf den Kopf. Düster und unheimlich wurde es nun. Gekonnt mischte Regisseur Ridley Scott Horror und Science-Fiction miteinander. Gleichzeitig war der Film die Premiere für eines der berühmtesten Filmmonster aller Zeiten, dem Xenomorph, bzw. dessen verschiedenen Entwicklungsstufen. Der Kampf der Crew der „Nostromo“ gegen den außerirdischen Eindringling, der – vermutlich ein Novum in der Geschichte des Kinos –  am Ende von einer Frau (Sigourney Weaver als Lt. Ellen Ripley) zur Strecke gebracht wird, machen den Film zu einem  der ganz großen Genreklassiker.

Aliens – Die Rückkehr (1986)

Manchmal ist mehr auch wirklich mehr. In der von James Cameron inszenierten Fortsetzung wird aus dem klaustrophobischen, beinahe kammerspielartigen Horrorschocker Ridley Scotts ein rasanter  und  vor  Waffen strotzender Actionfilm, der dem Vorgänger in Sachen Spannung und Schauwerten aber in nichts nachsteht. Aus einem Alien sind hunderte geworden, anstatt auf einem Raumschiff spielt die Handlung dieses Mal auf einem von Menschen besiedelten Planeten.  Die Kämpfe zwischen den als Rettungsteam auf dem Planeten gelandeten Soldaten und den blutrünstigen Monstern sind einfach atemberaubend. Aber alles wird durch den Endkampf zwischen  Ripley (wiederum Sigourney Weaver) und der Alien Queen in den Schatten gestellt. Wahrlich ein unvergesslicher Filmmoment, der bis heute unerreicht ist. Leider konnten die Teile 3 und 4 der Reihe dann nur noch bedingt überzeugen.

Edge of Tomorrow (2014)

Eine gelungen Mischung auch Science-Fiction, Alien-Invasion und Zeitschleife, mit Tom Cruise und Emily Blunt in den Hauptrollen – muss ich eigentlich wirklich noch mehr sagen?! Ja? Na gut, dann lasst mal sehen…nein, tatsächlich finde ich, dass ein intelligentes Drehbuch, welches dem Prinzip “Und täglich grüßt das Murmeltier” tatsächlich einen spannenden neuen Spin geben konnte, ein Special Effects Department, das es schafft, ein Alien-Design zu kreieren, das es auch im Jahr 2014 noch hinbekommt, irgendwie neu und frisch auszuschauen, und zwei Hauptdarsteller, die sichtlich Freude an dem Projekt und eine tolle Chemie miteinander haben, genügend Gründe sind, um sich diesen Film auf jeden Fall anzuschauen (und ihn auf diese Liste zu katapultieren).

Gremlins (1984)

Hach ja die Gremlins. Liebenswürdige, kleine, knuddelige Haustiere, die sich als widerliche, verrückte, echsenartige Biester herausstellen. Ein herrlich erschreckender, wie aber auch komischer Kontrast, den sich der Film als Prämisse genommen hat und eine eigentlich simple Idee in einen originellen Stoff umwandelt. Das Schöne an „Gremlins“ ist, dass er anfangs in uns allen das Kind zum Vorschein bringt, anschließend diesem Gefühl aber sowas von ordentlich in den Allerwertesten tritt und ein scheinbarer Kinderfilm zu einem ulkigen Albtraum wird, der gekonnt Comedy- und Horrorelemente miteinander vermischt, ohne dabei an Atmosphäre einzubüßen.

Pan’s Labyrinth (2006)

Als Geheimtipp kann man Guillermo del Toros schaurigschönes und zugleich tieftrauriges Märchen wohl nicht bezeichnen. Auch wenn die Kinokassen weltweit noch deutlich ordentlicher hätten klingeln können (bedenkt man einmal welchen Kultstatus der Film inzwischen schon hat), wurde er doch mit diversen Nominierungen und Awards überschüttet. Und das ganz zu Recht. Denn die Geschichte über ein junges Mädchen, das sich vor den Gräueln der Nachwehen des spanischen Bürgerkriegs in eine Phantasiewelt rettet, in der es heißt ein Abenteuer zu bestehen, um schließlich hinter ein lebensveränderndes Geheimnis zu kommen, bietet so viel mehr als eine plumpe Coming-of-Age-Story. Versteckt hinter einer Fantasy-Quest wird hier ein wahrhaft dramatisches Schicksal offenbart und wer sich am Ende nicht die Tränen verdrücken muss, der muss wohl ein Herz aus Stein haben. 

Predator (1987)

Die 80er-Jahre waren die  absolute Hochzeit der  Testosteron gesteuerten  Actionfilme eines Sylvester Stallones oder Arnold Schwarzeneggers. Letzterer spielt in „Predator“ den Chef eines Söldnertruppe mit der Aufgabe, einen von Rebellen verschleppten  US-Politiker zu befreien. So weit, so Genre. Aber dann bekommt es das Team mit einem Gegner der außerirdischen Art zu tun. Was jetzt kommt, ist gewissermaßen ein neuer Film. Verfolgt von dem Jäger from outer Space, wird Arnies Team Mann für Mann dezimiert, bis es letztlich zu einem großartigen Showdown kommt. Für mich sein bester Film, der vermeintlich vorhersehbar beginnt, dann aber eine völlig andere Richtung einschlägt und mit dem Predator eines der ganz großen Monster der Kinogeschichte einführt. Wer den Film nicht kennt, der sollte ihn unbedingt bald einmal nachholen.

Shape of Water – Das Flüstern des Wassers (2017)

Guillermo del Toro ist bekannt dafür, dass er Monster abgöttisch liebt. Immerhin spielen sie in so gut wie jedem seiner Filme eine tragende Rolle und so überrascht es kaum, dass ein weiterer seiner Filme seinen Weg in diese Liste gefunden hat. Del Toro ist dabei besonders wichtig, mit seinen Monstern mehrere Facetten abzubilden und weg vom Stereotyp zu gehen, bei denen Monster-Filme gleichbedeutend mit Horror- oder actionbehafteten Katastrophenfilmen sind. Stattdessen kann so ein Monster wie hier der Startpunkt für eine Liebesgeschichte sein, aus der sich eine Art Märchen für Erwachsene entspinnt, ähnlich wie das bereits bei „Pan’s Labyrinth“ der Fall war. Den Märchenaspekt unterstreichen zudem die wunderschönen Bilder und die zauberhafte Filmmusik, die das gesamte Stimmungsbild abrunden.

Das Ding aus einer anderen Welt (1982)

Die Paranoia ist groß. Man kann niemandem mehr trauen. Der Zuschauer wird in den Film hineingesogen und ist Teil einer Gruppe antarktischer Forscher, die nach und nach in sich zerfällt.
Abgeschottet von der restlichen Welt ist das weiße Nichts der Antarktis und eine kleine Forschungsstation alles, was sie haben. Helfen wird ihnen keiner, doch sind sie es, die die Menschheit vor der Bedrohung dieses Dings bewahren müssen. Doch wie sieht das Monster überhaupt aus? Anfangs hat es vielleicht noch die Gestalt eines zotteligen Hundes, bald aber schon die deiner werten Arbeitskollegen.
Die unklare Bedrohung ist groß. Eine dichte Atmosphäre wird von diesem Film groß geschrieben, die vor allem von Ennio Morricones unbehaglicher Filmmusik befeuert wird. Sie erzählt uns ab Sekunde 1 das hier etwas nicht stimmt.


Das waren unsere Top Acht und wie immer, gibt es natürlich zahlreiche Filme, die unseren Beitrag nur knapp verpasst haben. Checkt also unsere Letterboxd-Liste aus, um herauszufinden, um welche Filme es sich dabei noch alles handelt und diskutiert mit uns gerne in den Kommentaren, wo ihr uns zustimmt und falls euch ein Film in der Aufzählung fehlt, um welchen es sich dabei handelt!

18 Gedanken zu “Die 8 besten Monster-Filme

  1. Kann man sicher so machen, aber ich persönlich hätte, wenn schon, von „Alien“ nur Teil 1 genommen und auf „Edge of Tomorrow“ verzichtet. Dann wäre Platz für „klassische“ Monster gewesen. Generell empfinde auch ich die Liste als sehr Alien-lastig, wie eh in der Einleitung zu lesen ist. Kaum einen der genannten Filme würde ich ad hoc mit dem Begriff „Monster“ assoziieren. King Kong und Godzilla wurden ja erwähnt, ansonsten gehen meine ersten Gedanken bei dem Begriff eher in Richtung „Frankenstein“, „Cloverfield“, „Beowulf & Grendel“, „Tarantula“ oder auch „Starship Troopers“. Will sagen: Die Monster auf der Liste sind mir teils zu intelligent, quasi-menschlich, während ich unter dem Begriff eher was Animalisches verstehe, wenn man so will. Ihr scheint den Begriff so weit gefasst zu haben, dass man wohl auch Vampir- und Zombiefilme nennen könnte, oder, von mir aus, Freddy Krueger. Das ist natürlich legitim, nur nicht ganz meine erste Assoziation.

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    • Ja, interessante Anmerkung. Die Definition Monsterfilm ist natürlich sehr allgemein gehalten.Mir kämen da zunächst auch King Kong, Godzilla oder das Ungeheuer von Loch Ness in den Sinn.Dinosaurier aus Jurassic Park wären für mich auch immer irgendwie Monster, selbst wenn es sich um Wesen handelt, die – zumindest überwiegend – real existiert haben. Klar, als Nächstes käme dann Frankensteins Schöpfung an der Reihe, aber eher weil da „Monster“ schon so etwas wie ein Beiname ist. Monster ist für mich auch eher etwas, dass ich im Zusammenhang mit tierischen Geschöpfen sehe. Aber die Bandbreite ist da sicherlich auch recht groß, so dass eben auch Alien, der Predator oder Shrek ihre Berechtigung als Monster hätten.

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  2. Wie hieß eigentlich noch mal der Uralt-Film, in dem zwei Monster gegeneinander kämpfen? Eines war so orangegelb. soweit ich mich erinnere. Die Endszene hat irgendwo im Wasser gespielt, es ist aber an die 40 Jahre her, dass ich ihn gesehen habe.

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  3. Um nicht schon wieder Godzilla ins Gespräch zu bringen: die Gamera Trilogie aus den 90ern ist sehr unterhaltsam. Vor allem die ersten beideen Teile. Im dritten ist dann zu viel CGI auf Playstation 2 Niveau.

    Na gut, doch Godzilla: Shin Godzilla ist ziemlich gelungen. Nicht nur sieht deer hier in einigen Inkarnatuionen echt eklig aus, der Film versteht sich auch als Kritik an den verknöcherten Strukturen der japansichen regierung, insbesondere beid er Reaktion auf das Fukushima Unglück.

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