Sooo traurig – Liebesfilme ohne Happy End

Ach ja, es ist so eine Sache mit den Liebesfilmen. Eigentlich wünscht man sich ja doch irgendwie immer das finale Happy End für das gebeutelte Paar (außer vielleicht in manchen Ausnahmefällen), aber wenn man so zurückdenkt, dann sind es eigentlich die tragischen Enden, die bei denen man Rotz und Wasser geheult hat, die sich einem tiefer in die Seele brennen. Und weil wir alle ab und an mal so einen richtig dramatischen Fernsehabend brauchen, wo alle Dämme brechen dürfen, haben wir hier ein paar großartige Kandidaten zu diesem Thema für euch zusammengesucht. Und falls es jemandem unter euch selbst nach der Überschrift des Beitrages noch nicht klar sein sollte, dann hier noch einmal ganz deutlich eine Spoilerwarnung, immerhin kann man keine solche Liste erstellen, ohne das Ende zu verraten.

La La Land (2016) 

Beginnen wir dabei doch gleich einmal mit dem aktuellsten Beispiel. „La La Land“ war wohl eine der großen Überraschungen des Jahres 2016, immerhin spielte es sich mit seiner gelungenen Mischung aus Jazz-Musical und Liebesfilm in die Herzen vieler Filmfans. Das Ende bietet dabei eine besonders bittersüße Note und bleibt einem wirklich lange in Erinnerung – zeigt es einem doch, dass der Liebe nicht immer große Katastrophen einen Strich durch die Rechnung machen, sondern manchmal einfach das Leben selbst.

500 Days of Summer (2009) 

Die große Liebe, danach verzehrt sich auch der Protagonist dieser Geschichte, und muss ebenso feststellen, das manches wohl einfach nicht sein soll – selbst wenn man meint, die perfekte Frau getroffen zu haben. Die nicht chronologische Erzählform stellt hier übrigens noch einen besonderen Kniff dar. Und einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es am Ende sogar auch noch spendiert.

Brokeback Mountain (2005)

Nicht immer sind es die Lebensumstände, ab und an ist es der Tod, der einem Paar einen Strich durch die Rechnung macht. Wobei es in diesem Film auch vorher schon immer wieder gewaltig kriselt. Was aber auch nicht weiter verwunderlich ist, immerhin sind die beide Herren, die sich hier Hals über Kopf verlieben, im weiteren Verlauf des Films bereits mit anderen Partnern verheiratet, können aber trotzdem nicht voneinander lassen.

V wie Vendetta (2005) 

Gut, das mag kein klassischer Liebesfilm sein, aber die Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren spielt doch eine gewichtige Rolle – und das Ende ist ebenso traurig wie erhebend und erfrischend konsequent in seiner Ausgestaltung. Wie gesagt, kein klassischer Liebesfilm aber das Schicksal des Paares wird euch auf keinen Fall kalt lassen.

Moulin Rouge (2001) 

Wie mir beim Erstellen dieser Liste aufgefallen ist, nehmen Autoren ziemlich gerne Gevatter Tod zur Hilfe, wenn es um Enden mit Herzschmerzgarantie geht. So kann auch das knalligste, bildgewaltigste Musical auf einer äußerst düsteren Note ausklingen. Und auch wenn es sich eigentlich von Anfang an abzeichnet, ist man dann doch ein wenig schockiert, dass es die Verantwortlichen tatsächlich durchgezogen haben.

Stadt der Engel (1998)

In einem Film, in dem sich ein Engel in einen Menschen verliebt, rechnet man eigentlich bereits damit, dass auch hier der Tod irgendwie doch noch seine Finger im Spiel haben wird – immerhin ist eine der Hauptfiguren technisch betrachtet gar nicht lebendig. Das tatsächlich Ende dieses Dramas kommt dann aber doch recht unerwartet und trifft einen ganz schön in die Magengrube.

Titanic (1997)

Und schon wieder muss am Ende des Weges einer dran glauben – und das auch noch in einer der meist diskutierten Szenen der Filmgeschichte (und wenn ihr mich fragt, Jack hätte verdammt noch mal locker auf dieser Tür Platz gehabt). Davor gestaltet sich alles aber noch ganz vorhersehbar: Das Fräulein aus der Oberschicht, das sich in den Schönling aus der Unterschicht verguckt, ein eifersüchtiger Nebenbuhler, eine heiße Affäre – alles könnte so schön sein…bis dann halt das Schiff zu sinken beginnt.

Romeo und Julia (1996)

Die älteste Geschichte in der Liste, aber nicht der älteste Film. Diese Adaption der wohl berühmtesten Liebesgeschichte aller Zeiten bietet zwar alles, was das Herz des Genrefans begehrt, ist in dieser Bearbeitung allerdings auch ein wenig gewöhnungsbedürftig, immerhin trifft modernes Setting auf shakespearesche Sprache. Trotzdem, wenn es am Ende zu Gift und Dolch kommt, reißt einen das Geschehen doch immer wieder mit.

Bodyguard (1992) 

Ein kurzes Aufatmen: Tatsächlich kommen hier beide Hauptfiguren lebend aus der Geschichte raus. Natürlich trotzdem mit einem gebrochenen Herzen. Aber gut, es hätte wohl sowieso nicht so wirklich gepasst. Damit dem Zuschauer dennoch die Tränen in die Augen steigen, wird das finale Good Bye dafür mit einem der Liebeslieder schlechthin untermalt.

Harold und Maude (1971)

Manchmal findet man die Liebe an unerwarteten Orten, zumindest hätten wohl weder der sehr junge Harold noch die rüstige Maude damit gerechnet, dass sich zwischen ihnen solch eine Leidenschaft entwickeln könnte. Zwei einsame, eigenwillige Seelen, die sich Halt und Hoffnung geben, aber doch um ihr „Ablaufdatum“ wissen – auch wenn dieses dann früher kommt, als es Harold lieb ist.


Und damit hätten wir die 10 voll – 10 Filme, die man sich anschauen kann, wenn einem der Sinn nach ein wenig Herzschmerz und Tränenfontänen steht. Natürlich ist diese Liste bei weitem nicht vollständig, deswegen auch an euch die Frage: Welche Filme fallen euch noch ein, die ohne Happy End auskommen? Schreibt es doch in die Kommentare.

 

 

7 Gedanken zu “Sooo traurig – Liebesfilme ohne Happy End

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