Filmtipps Februar 2021

“Liebe heißt, niemals um Verzeihung bitten zu müssen”. Mit diesem Zitat aus der Edelschnulze  “Love Story” sollte eigentlich bereits alles zu unseren Filmtipps für den Februar gesagt sein. Das Team der Klappe!-Liebesboten hat sich durch eine Unzahl von frei verfügbaren filmischen Tränenziehern geschmachtet und geweint, um für Euch die besten Liebesfilme des Monats herauszusuchen. Viel Spaß beim Weinen. Und nicht vergessen…. auch in diesem Jahr ist wieder am 14. Februar Valentinstag, der Tag der Verliebten und Blumenhändler. 

Ainu empfiehlt: 

Wall·E

  • Regie: Andrew Stanton
  • Genre: Animation
  • Sprecher: Ben Burtt/Timmo Niesner, Elissa Knight/Luise Helm
  • Zurzeit verfügbar bei: Disney+ 

Auch wenn es sich hier um keinen klassischen Vertreter des Genres handelt, kann doch keiner abstreiten, dass die Liebesgeschichte zwischen dem titelgebenden kleinen Roboter Wall·E und dem moderneren Roboter Eve eine gewichtige Rolle für den Film spielt. Immerhin bringt sie das Ganze, wie man so schön sagt, erst ins Rollen. Und auch das zuckersüße Ende macht deutlich, dass es neben all den gelungenen Gags, der pfiffigen Sozialkritik und dem Überleben der Menschheit eigentlich doch im Kern um nichts Geringeres geht, als die ganz große Liebe. 

Dirty Dancing

  • Regie: Emile Ardolino
  • Genre: Liebesfilm, Tanzfilm
  • Darsteller: Jennifer Grey, Patrick Swayze
  • Zurzeit verfügbar bei: Amazon Prime

Ach ja, wie könnte dieser Film denn nicht hier auftauchen – zumal er gerade bei Amazon im Prime-Abo enthalten ist. Immerhin haben es Sager wie “Ich habe eine Wassermelone getragen” oder “Mein Baby gehört zu mir” zu veritablen Zitaten gebracht, die generationsübergreifend als eine Art “Insider” zu funktionieren scheinen. Und ich sage ganz bewusst “generationsübergreifend”, denn die Magie dieses Werkes scheint sich von einer Generation auf die nächste problemlos zu übertragen. So saß ich vor ein paar Jahre bei einer Wiederaufführung des Films im Kino und konnte sehen wie scharenweise Mütter, Töchter und sogar Großmütter den Saal füllten – und sowas schafft auch nicht jeder Film. 

Steffelowski empfiehlt:

A Star is Born 

  • Regie: Bradley Cooper 
  • Genre: Liebesdrama
  • Darsteller: Lady Gaga, Bradley Cooper, Sam Elliot 
  • Zurzeit verfügbar bei: Netflix 

Auch die dritte Neuverfilmung des Stoffes um eine junge Frau aus der Kleinstadt, die zum Star wird, während der Ruhm ihres  Entdeckers und Protegés (in dieser Fassung ist er ein berühmter Musiker) zeitgleich mit ihrem Aufstieg immer mehr verblasst und ihn letztlich in die Katastrophe treibt, ist Kino der großen Gefühle. Bradley Cooper kann hier nicht nur als Darsteller des zerbrochenen Charakters Jackson Maine überzeugen, sondern liefert auch als Regisseur ordentlich ab. Und schlechtere Sänger als ihn gibt es  ganz sicher auch. Dazu Lady Gaga, die hier unter Beweis stellt, dass sie viel mehr kann, als sich verrückt anzuziehen. Das kann ich nämlich auch.   

Sinn und Sinnlichkeit (1995)

  • Regie: Ang Lee 
  • Genre: Liebesdrama/Komödie 
  • Darsteller: Emma Thompson, Alan Rickman, Kate Winslet 
  • Zurzeit verfügbar bei: Netflix 

Neben „Stolz und Vorurteil“ und „Emma“ haben wir es hier mit einer weiteren Verfilmung eines Jane Austen Romans zu tun. Und auch hier bekommt der Zuschauer genau das, was er (aber wohl überwiegend sie) erwartet: Frauen in prächtigen Kostümen, Männer mit guten Manieren und ganz am Ende eine schöne Hochzeit. Was diesen Film von ähnlich gearteten Produktion abhebt, ist natürlich die großartige Besetzung. Mit Emma Thompson, Alan Rickman, Kate Winslet und natürlich Hugh Grant sind hier wirkliche Hochkaräter am Werk, denen man auch anmerkt, wie sehr sie es genießen, in die Welt des frühen 19. Jahrhunderts einzutauchen. Auch wenn das Tempo des Films eher gemächlich ist, unterhält die Geschichte, die sich nicht nur auf das Thema Liebe beschränkt, ganz hervorragend.

Wermi empfiehlt:

Blau ist eine warme Farbe (2013)

  • Originaltitel: La vie d’Adèle – Chapitres 1 et 2
  • Regie: Abdellatif Kechiche
  • Genre: Liebesdrama
  • Darsteller: Adèle Exarchopoulos, Léa Seydoux
  • Zurzeit verfügbar bei: Netflix, Amazon Prime, Sky Ticket

Als die jugendliche Schülerin Adèle langsam ihre Sexualität entdeckt, läuft ihr ein älteres Mädchen mit blauen Haaren über den Weg, die ihr Leben verändert. Die beiden gehen eine Liebesbeziehung ein, in der Adèle ihre erste richtige Liebe zu einem Menschen entwickelt, bei der sie ihre sexuelle Lust und Leidenschaft erforschen kann.
Ich würde davon abraten, euch diesen Film mit den Eltern anzuschauen. Denn selten hat ein Liebesfilm das Liebesleben der beiden Hauptfiguren derart explizit zu Bild gebracht. Gleichzeitig sehe ich genau darin seine große Stärke, denn er erschafft dadurch eine glaubhafte Intimität, wie man sie wohl selten zu sehen bekommt. Daher geht einem die eigentliche Liebesgeschichte, die es in sich hat, auch noch mehr unter die Haut. Der Film geht zwar etwas lang, lässt sich aber durch seine Zwei-Kapitel-Struktur auch wunderbar in zwei Etappen unterteilen und ist es definitiv wert, allein schon für das aufopferungsvolle Schauspiel.

Porträt einer jungen Frau in Flammen (2019)

  • Regie: Céline Sciamma
  • Genre: Liebesdrama
  • Darsteller: Noémie Merlant, Adèle Haenel
  • Zurzeit verfügbar bei: Amazon Prime

Ähnlich intim, wenn auch weniger explizit, geht die Liebesbeziehung in „Porträt einer jungen Frau in Flammen“ zu sich. Im 18. Jahrhundert wird eine junge Malerin auf eine abgelegene kleine Insel in der Bretagne eingeladen, um dort insgeheim das Hochzeitsporträt einer adeligen Frau zu malen, die sich bisher weigerte, Modell zu stehen. Schließlich entwickelt sich zwischen den beiden ein ganz besonderes Verhältnis.
Wie man sieht, hinterlassen besonders Liebesfilme bei mir einen großen Eindruck, die vor allem von ihrer Intimität leben. Es macht die Chemie der beiden Hauptfiguren unglaublich greifbar und lässt ihren Funken unweigerlich auf den Zuschauer überspringen. Dazu bietet dieser Film eindrucksvolle Bilder, die an sich schon magisch sind und dadurch die Liebesbeziehung wunderschön einfangen.

Besser geht’s nicht (1997)

  • Originaltitel: As Good as It Gets
  • Regie: James L. Brooks
  • Genre: Liebesdrama/-komödie
  • Darsteller: Jack Nicholson, Helen Hunt, Greg Kinnear
  • Zurzeit verfügbar bei: Sky Ticket

Als kleine Zugabe gibt es noch schnell eine Empfehlung für einen etwas klassischeren Liebesfilm. Wobei seine Protagonisten wohl eher weniger klassisch gestaltet sind. Gerade Jack Nicholson stelle eine echt unausstehliche Hauptfigur dar, die er jedoch wieder mal so gut spielt, dass es Spaß macht ihm dabei zu zu sehen. Und am Ende entwickelt sich eine Liebesbeziehung, die so eigentlich nicht funktionieren dürfte, aber irgendwie gelingt dem Film dieser Tanz auf der Rasierklinge doch auf unerklärliche Weise so gut, dass man ihm den Optimismus gar nicht übel nehmen mag.

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