Die 8 besten Liebesfilme

Love is in the air! Unsere Klappe-Redaktion hat sich zusammengehockt, um für euch während diesen isolierten Zeiten die besten Filme auszumachen, die euer Herz wieder mit Liebe füllen können. Macht euch bereit, denn jetzt folgen die acht besten von uns auserkorenen Liebesfilme aller Zeiten!

Die Brücken am Fluss (1995)

Dass Meryl Streep auch nur das Telefonbuch vorlesen müsste, um einen Oscar zu bekommen, dürfte hinlänglich bekannt sein. Aber Raubein Clint Eastwood  als charmanter Liebhaber und Gefühlsmensch? Ja, das funktioniert ganz ausgezeichnet und geht ans Herz. Die Geschichte von der vom Leben enttäuschten Hausfrau vom Lande und dem weltmännischen und lebensbejahenden Fotografen, zwischen denen es zu einer kurzen, aber heftigen Liebesbeziehung kommt, berührt durch ihre ruhige Erzählweise, die traumhaften Bilder und natürlich durch die Leistung der beiden Hauptdarsteller. Grade weil es kein Happy End gibt, ein wirklich unvergesslicher Filmgenuss. Und natürlich gab es eine Oscar-Nominierung für Streep als beste Hauptdarstellerin.  

Call me by your Name (2017)

Wie könnte es anders sein, dieser Film hat es wieder einmal in unsere L8 geschafft und mit seiner mittlerweile dritten Nennung in dieser Rubrik dürfte er damit Spitzenreiter sein. Zum einen hat er sich immerhin gleich für mehrere Themen angeboten, zum anderen zeugt es einfach dafür, wie stark dieser Film ist. Besonders im Abbilden einer Liebesbeziehung erforscht er gründlich das Entdecken der ersten wahren Liebe und ist damit prädestiniert für unsere Februar-Ausgabe.
Wer mehr zu dem Film lesen möchte, der kann nochmal in Ainus ausführlichen Filmothek-Beitrag aus dem letzten Jahr reinlesen.

Her (2013)

Damit sind wir auch schon beim ersten ungewöhnlichen Liebespaar unserer L8. Hier handelt es sich nämlich nicht um eine Liebesbeziehung zwischen Mensch und Mensch, sondern zwischen Mensch und einer körperlosen künstlichen Intelligenz. Dabei erforscht der Film, was dazu notwendig ist um Liebe zu entwickeln und ihm gelingt das Kunststück, zu keiner Zeit durch seine Konstellation befremdlich zu wirken. Im Gegenteil, seine Thematik wirkt doch brandaktuell, so entstehen heutzutage mehr und mehr romantische Beziehung über das Internet, wo das Kennenlernen auch gerne mal digital vorgenommen wird, ohne direkt den Menschen vor sich zu haben. Der Film stellt zudem die interessante Frage, wie Liebe überhaupt aussehen muss um einen Menschen vollständig erfüllen zu können und inwieweit künstliche Intelligenzen darauf irgendwann vielleicht einmal Einfluss nehmen werden können. Allein um diese Fragen zu ergründen, ist der Film extrem sehenswert und dabei vergisst er es auch nicht, eine sehr einfühlsame Liebesgeschichte zu erzählen.

La La Land (2016) 

Vielen Filmfans wird nach wie vor bei Erwähnung dieses Filmes das Wort “Oscargate” in den Sinn kommen. Doch auch wenn er damals doch nicht den beliebten Goldjungen für den besten Film mit nach Hause nehmen konnte, heißt das nicht, dass er ihn nicht verdient hätte. Denn was Damien Chazelle da auf die Leinwand gezaubert hat, ist eine wundervolle Liebesgeschichte, ein hervorragendes Musical und eine Liebeserklärung an das Medium Film an und für sich. Ein mitreißendes Spiel aus Farben und Tönen, detailverliebt umgesetzt und mit einem Ende versehen, das wohl kaum ein Auge trocken lassen dürfte.  

Shape of Water (2017)

Das ungewöhnlichste Liebespaar unserer L8 bildet sich wohl in diesem Film aus einer stummen Frau und einem Wesen, das halb Amphibie, halb Mensch ist. Der Film mutet im Grunde wie ein modernes Märchen für Erwachsene an, das mit seinen dezenten Fantasy-Elementen eine ganz bezaubernde Geschichte erzählt, die wohl alles andere als typisch ist.

Stolz und Vorurteil (2005) 

Kostümfilm, Liebesschnulze (der besten Art), Buchverfilmung – all das ist dieser Film und zwar quasi in Perfektion. Die Ausstattung ist, wie man es von so einem period piece erwartet, prachtvoll und der dargestellten Zeit angemessen, die Musik gut gewählt und die Darsteller allesamt äußerst überzeugend. Da Herzstück des Ganzen ist und bleibt aber natürlich die Liebesgeschichte, die so famos geschrieben (und hier auch inszeniert) ist, dass sie es schafft, die Zeiten zu überdauern. Oder wie es Sheldon Coop in “The Big Bang Theory” einmal so schön sagt: “Sie ist zu stolz. Er hat zu viele Vorurteile. Es funktioniert einfach.”.

Titanic (1997)

Was kann ich armer Schreiberling zu diesem Film ergänzen, was es nicht schon irgendwo zu lesen gab? Ein Film  der Superlativen in vielerlei Hinsicht. Kosten, Einspielergebnis, Zuschauerzahl, Oscars. „Titanic“ hat neue Standards im Film definiert.  Die Verbindung einer der spektakulärsten Katastrophen in der Geschichte der Schifffahrt, mit einem romantischen Liebesabenteuer im Romeo und Julia-Stil, ist in eine perfekt inszenierte Dramaturgie eingepasst und bietet jede Menge spannende und zu Herzen gehende Momente. Insbesondere ab dem Moment nach der Kollision des Schiffes mit dem Eisberg und es feststeht, dass die Titanic sinken wird, bekommt der Film eine unglaubliche Dynamik. Beim tragischen Ende bleibt dann auch wirklich kein Auge mehr trocken

Your Name. (2016) 

Diesem Film wurde in dieser Ausgabe auch ein Beitrag in der Filmothek gegönnt. Wer diesen Überraschungserfolg aus Japan kennt, den dürfte das nicht weiter verwundern, denn hier handelt es sich um einen ganz besonderen Animationsfilm. Nicht nur, dass der Film einfach nur atemberaubend schön ausschaut, auch der Soundtrack weiß zu gefallen und die Geschichte sowieso. Diese ist nicht nur eine kreative Mischung aus Coming-of-Age und Körpertausch-Komödie, sondern auch eine wirklich berührende Liebesgeschichte mit einem herzzerreißenden Twist garniert.  


Nanu? Es fehlen eurer Meinung nach noch ganz besondere Vertreter der Liebesfilme? Dann schaut euch in unserer Letterboxd-Liste an, welche Filme alles in der erweiterten Auswahl standen und es nicht in diesen Beitrag geschafft haben. Falls dort immer noch der Liebesfilm schlechthin fehlen sollte, dann teilt uns eure Meinung gerne in den Kommentaren mit!

10 Gedanken zu “Die 8 besten Liebesfilme

  1. Der älteste Film aus dem Jahr 1995? Erstaunlich, dass ein derart zeitloses Thema wie die Liebe erst seit den 90ern gut genug behandelt wurde, um es auf diese ultimative Liste zu schaffen.

    Nichtsdestotrotz habt ihr eine schöne und vor allem abwechslungsreiche Auswahl zusammengestellt. Aber warum ist „Manche mögen’s heiß“ nicht einmal auf der Shirtlist?

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    • Wer wäre von der Shortlist bei dir denn noch am höchsten im Kurs gewesen?
      Ich war ja scheinbar der einzige, der Casablanca mochte, aber du hast recht, viel Neues dabei.
      Manche mögens heiss wurde vermutlich unserer internen Diskussion zum Opfer, wie wir die L8 eingrenzen möchten. Da war unser Kriterium: „Liebe(-sbeziehung mit erotischer Komponente) muss das zentrale Motiv des Films sein“. Ich glaube da kam „Manche mögens heiss“ einem dann nicht unbedingt direkt in den Sinn, aber ließe sich definitiv diskutieren.

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      • Von der Shortlist würde ich „500 days of Summer“ , „Brokeback Mountain“ und „Casablanca“ auf die Liste nehmen und dafür „Lala Land“, „Stolz und Vorurteil“ und „Your Name.“ (Weil ich ihn nicht kenne) streichen.

        Die drei genannten waren nämlich auch auf meiner spontanen Liste, die ich erstellt hatte, nachdem ihr das Thema für diesen Monat verkündet habt.

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          • Mhm also ich kann nur für mich sprechen, weil ich auch überlegt hatte den mit reinzunehmen, aber ich fand die schlussendliche Liebesgeschichte des Films noch der schwächste Aspekt des Films, der auch eher Mittel zum Zweck ist um eine Ausgangslage für einige Comedy-Einlagen zu dienen.
            Daher für mich kein außergewöhnlicher Liebesfilm und eher eine außérgewöhnliche Komödie, die so einiges persifliert und besonders stark natürlich die Geschlechterrollen auf’s Korn nimmt. Allerdings würde mich da mal die Meinung von Stefan interessiert, immerhin zählt er bekanntlich zu seinen Lieblingsfilmen

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            • Hm, um ehrlich zu sein, ist mir „Manche mögen’s heiß“ bei der Zusammenstellung der infrage kommenden Filme nie in den Sinn gekommen. Erst ist ganz sicher einer meiner absoluten Lieblingsfilme, aber – und da bin ich eher bei Yannicks Denke – als Liebesfilm sehe ich den Film nicht, sondern ganz klar als Komödie. Sicher dreht es sich um Liebe und Liebeleien, aber das dient dann als Aufhänger für Gags. Es ist eben eine Liebeskomödie, in der aber der komödiantische Aspekt ganz deutlich überwiegt, ganz anders als bei einem Film wie z.B.“Indiskret“, wo das Romantische überwiegt.

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    • Hm, wie allgemein bekannt wurde die Liebe erst Anfang der 1990er Jahre erfunden und es nahm dann doch noch weitere 5 Jahre bis zur völligen Reife diese Gefühls in Anspruch…Ha Ha…
      Du hast natürlich vollkommen recht. Es gab in allen Jahrzehnten ganz exquisite Filme, die das Thema Liebe behandeln. ich werfe nur mal „Sturmhöhe“ (1939) oder „Die große Liebe meines Lebens“ (1957) in den Ring. Nur….die kennt heute keiner mehr. Heute fängt der Liebesfilm bei vielen erst so ungefähr mit „Shakespeare in Love“ (1998) an. Da haben wir also mit 1995 schon in die Mottenkiste gegriffen. Suchst man bei Google nach den „besten Liebesfilmen“ taucht selten etwas auf, was älter als 30 Jahre. Sehr schade. Leider ist das bei anderen Genres das Gleiche.

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      • Ich würde bezweifeln, dass das stimmt. Der erste mir angezeigte Treffer ist eine Top50 von TV Spielfilm. Dort finden sich immerhin 21 Filme, die vor 1990 erschienen sind. Ob die natürlich alle zurecht auf so einer Liste auftauchen,lasse ich jetzt mal dahingestellt.

        Abgesehen davon hat es euch noch nie davon abbgehalten, Filme zu behandeln, die unabhängig ihres Alters niemand mehr kennt.

        Ich muss aber zugeben, dass auf meiner Vorauswahl auch „nur“ 5 von 20 Filme standen, die älter sind als 1990. Insofern wären „neuere“ Filme (darf man das für Filme zwischen 1990 und 2005 übrhaupt noch sagen?) auch bei mir überrepräsentiert.

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        • Ja, die gute alte TV-Spielfilm. In den 1990er-Jahr mein treuer Begleiter durch die damals noch ausschließlich lineare Fernsehwelt. Was
          habe die Print-Version damals geliebt. Das 14-tägig erscheinende Heft war gewissermaßen meine Bibel, von der ich meine Lebensplanung für die nächsten 2 Wochen abhängig gemacht habe. Am Erscheinungstag der jeweils neuen Ausgabe (war es immer donnerstags/freitags? So lange her…..) habe ich mir immer sehr viel Zeit dafür genommen, bewaffnet mit einem gelben Textmarker, meine Freizeit zu planen. Das waren noch Zeiten. Aber ebenso wie ich, sind auch die Leser der Zeitung (es soll Menschen geben, die noch heute die Printausgabe kaufen…) gealtert. Ihre Filmtipps sind aber auch noch heute Gold wert. Denn dieser elitäre Kreis, kann sich tatsächlich noch an Filme erinnern, die z.B. in den 1940er-Jahren (!) in den Kinos liefen, wenn auch nur durch die x-te Wiederholung in einen der „Dritten“. Leider stirbt diese noble Kaste der Wissenden so ganz allmählich aus.

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