Todesstille (1989)

  • Originaltitel: Dead Calm
  • Regie: Phillip Noyce
  • Schauspieler: Sam Neill, Nicole Kidman, Billy Zane
  • Genre: Thriller
  • Land: Australien, USA

Manchmal benötigt es nur ganz wenig zu einem großartigen Film. „Todesstille“ ist einer dieser Filme. Die simple Handlung lässt sich ziemlich schnell herunterbrechen: Um einen schlimmen Schicksalsschlag zu verarbeiten, unternimmt ein Ehepaar (Sam Neill, Nicole Kidman) eine Tour auf ihrer Segelyacht. Eines Tages treffen sie allerdings auf ein Schiff in Seenot und retten den einzigen Überlebenden (Billy Zane). Schon bald fangen sie jedoch an, dem Schiffbrüchigen zu misstrauen und untersuchen die Lage genauer.

Was sich daraufhin entspinnt, ist im Übrigen ein Kammerspiel auf hoher See, das vor dichter Atmosphäre nur so strotzt und das Thriller-Genre mit seinem Minimalismus perfektioniert. Ich falle einfach mal mit der Tür ins Haus und gehe sogar so weit zu sagen: Wenn man mich nach den besten Thrillern überhaupt fragt, wird bei mir ab sofort unweigerlich dieser Film einer der ersten Titel sein, die ich nenne.

Hier stimmte für mich einfach alles. Ich war durchgehend „on the edge of my seat“ und wurde regelrecht durchgeschleudert in einer Achterbahn der Gefühle. Mir gefror das Blut in den Adern als das erste Mal aufgedeckt wird, dass etwas nicht stimmt und der eindringliche, unkonventionelle Score durch den Einsatz dieser unerträglichen Atemgeräusche mir den letzten Nerv abverlangte (Hörbeispiel).

Mit das Wichtigste bei so einem Kammerspiel ist aber dann natürlich noch das Schauspiel und was soll ich sagen, der Cast liefert einfach von vorne bis hinten knallhart ab. Es macht einfach großen Spaß allen Beteiligten dabei zuzusehen, wie sie eine völlig andere Fassade aufsetzen, die allmählich zu bröckeln beginnt und sich der wahre Kern ihrer Figuren nach und nach immer mehr Preis gibt. Hierbei kann ich auch niemanden herausstellen, da jeder auf seine Weise vielseitig und fantastisch spielt.

Perfekt besetzt, makelloses Drehbuch, kurzweilige Lauflänge. Was will man mehr bei einem Kammerspiel? Nun ich weiß es auch nicht, aber „Todesstille“ fliegt definitiv viel zu weit unter dem Radar und sei jedem wärmstens ans Herz gelegt. Und um nun im Sinne des Films zu handeln, äußere ich auch nicht mehr Worte als nötig und lasse die Leuchtrakete für sich sprechen.

5 Gedanken zu “Todesstille (1989)

  1. Ja, nach wie vor (leider) ein Geheimtipp, was ziemlich unverständlich ist, zumal er wirklich alle Zutaten für einen tollen Thriller hat. Ich kann mich dem Kollegen nur anschließen. Perfekt, makellos und wirklich spannend👍

    Gefällt 2 Personen

  2. Pingback: Wermis großer Jahresrückblick – Part 1: Klappe! – Wermi's Worte Filmblog

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