Die 8 besten sommerlichen Feel-Good-Filme

Nachdem sich endlich die Temperaturen auch in unseren Breitengraden schön langsam in Richtung Hochsommer bewegen, kam auch hier bei uns in der Redaktion Urlaubsfeeling auf, wie das gewählte Thema für den August beweist. Gerade heuer dürfte es den Meisten aber aus nachvollziehbaren Gründen etwas schwerer fallen, in die richtige Stimmung zu kommen. Deswegen haben wir beschlossen, in diesem Monat mal eine Liste mit den unserer Meinung nach besten Feel-Good-Filmen mit sommerlichem Einschlag zusammenzustellen, bei denen sich die Laune quasi ganz von alleine hebt und man sofort Lust bekommt, den Sommer in vollen Zügen zu genießen.

Best Exotic Marigold Hotel (2011)

John Maddens „The Best Exotic Marigold Hotel“ ist ein Feel-Good-Film wie aus dem Lehrbuch. Wie viele andere Vertreter dieses Genres kommt auch Maddens Film nicht ohne eine Prise Kitsch und gewisse Klischees aus. Dennoch ist „The Best Exotic Marigold Hotel“ ein wunderbar lebensbejahender Film über eine Gruppe Senioren, die aus unterschiedlichsten Gründen nach Indien reisen und sich dort im titelgebenden Hotel kennenlernen. Der Film ist an einigen Stellen ausgesprochen lustig und bunt, an anderen sehr nachdenklich. Es geht um das Alter, um Glück und Liebe, aber auch um Verlust und den Tod. Kurz gesagt, ein Film über das Leben, der uns zeigt, dass am Ende alles gut wird. Und wenn es nicht gut wird, dann war das wohl noch nicht das Ende.

 

Call me by your Name (2017) 

Was könnte ich zu diesem Film noch sagen, was nicht bereits in einer anderen Ausgabe unseres Magazins gesagt wurde. Ja, ihr habt richtig gehört, es ist nicht das erste Mal, dass es „Call me by your Name“ in eine unserer Top-Listen geschafft hat – und sogar ein eigener Beitrag in unserer „Filmothek“ wurde ihm bereits gewidmet. Wer diese außergewöhnliche Liebesgeschichte unter der drückenden Hitze Norditaliens bereits kennt, wird wohl kaum darüber verwundert sein; wer den Film hingegen noch nicht gesehen hat, dem kann ich an dieser Stelle nur dringendst eine Sichtung ans Herz legen, denn wie viele Filme gibt es schon, bei denen man am Ende weinend auf der Couch sitzt und trotzdem ein gutes Gefühl dabei hat.

 

Ferris macht blau (1986) 

Wer den Namen John Hughes kennt weiß, was einen hier erwartet: Der Regisseur und Autor von „The Breakfast Club“ feiert in „Ferris macht blau“ einmal mehr die unbeschwerte Jugend ab und wirft in seinem Film einen hoffnungsvollen und optimistischen Blick in die Zukunft. Der Kultstreifen über den König des Schulschwänzens hält dabei eine Menge Spaß und komödiantischer Spitzen bereit, wenn der leichtfüßige Ferris die Erwachsenen wieder einmal an der Nase herumführt. Um das Gefühl, welches der Film auslöst, zu vermitteln und seine tolle Message auf den Punkt zu bringen, schließen wir mit Ferris passenden Worten ab: „Das Leben geht ziemlich schnell vorbei. Wenn ihr nicht ab und zu mal stehen bleibt und euch umseht, könnt ihr’s verpassen.“

 

Kiss the Cook (2014) 

Das Thema Selbstfindung ist wahrlich kein neues in der Filmwelt – sogar kombiniert mit einem sommerlichen Background kann man es immer wieder vorfinden. Doch Jon Favreau, ja genau, der von „Iron Man“, ist hier ein besonders sympathischer Vertreter gelungen, der einem nicht nur Lust auf das Leben, und ganz besonders das Essen (!) macht, sondern einen auch mit dem Gefühl zurücklässt, dass man alles im Leben erreichen kann, wenn man nur fest genug daran glaubt und hart genug darum kämpft. Achja, und ein Trip quer durch dir Staaten in einem Foodtruck hört sich plötzlich auch ziemlich reizvoll an 😉 .

 

Little Miss Sunshine (2006)

Bei diesem Roadtrip in einem heruntergekommenen VW-Bus T2 bin als Zuschauer immer gern dabei. Noch viel lieber wäre ich aber einer der Mitreisenden auf dieser verrückten Reise von New Mexico nach Los Angeles. Was wäre das für ein Spaß, mit all diesen durchgedrehten Typen durch die Staaten zu brausen, um die 7-jahrige Olive rechtzeitig beim Schönheitswettbewerb zur „Little Miss Sunshine“ abzuliefern. Mit an Bord: eine mal mehr oder weniger hysterische Mama, und ein Papa, der eigentlich gar keine Zeit hat. Auf den Rücksitzen finden wir dann: einen großen Bruder, der nicht sprechen will, einen Onkel, der grad einen Selbstmordversuch hinter sich hat. Schließlich wäre da noch ein heroinsüchtiger Opa mit einem Hang zu Porno-Magazinen, der gleichzeitig auch Olives Tanz- und Bewegungscoach ist. Ein verrückter Spaß, wie er wohl heutzutage nicht mehr in die Kinos kommen würde. Also, alles einsteigen, die wilde Fahrt beginnt.

 

Midnight in Paris (2011)

Man mag von Woody Allen halten was man will. Aber „Midnight in Paris“ – nicht zu verwechseln mit „One Night in Paris“ – ist einer der schönsten Filme aus der langen Filmographie des Regisseurs. Im Zentrum des Films steht die Stadt der Liebe und deren, zugegebenermaßen romantisierter, Charme und Flair. Es geht um einen Drehbuchautor Hollywoods, der eigentlich viel lieber einen bedeutsamen Roman verfassen würde. Während eines Urlaubs in Paris gerät der verträumte Autor mittels eines magischen Taxis in das Paris der 20er Jahre, wo er auf das Who-is-Who der Kunst- und Kulturszene der damaligen Zeit trifft. Ein Film zum Wohlfühlen, Fantasieren, Träumen und cineastischen Schlendern durch die französische Hauptstadt. Ein Film für Menschen, die manchmal das Gefühl haben, in der falschen Zeit zu leben und ihrer Realität gerne mal entfliehen würden.

 

Die Reifeprüfung (1967)

Mit „The Graduate“, wie er im Original heißt, haben wir den mit Abstand ältesten Film in dieser Liste. Abschrecken sollte das aber niemanden, denn das verhängnisvolle Beziehungsdreieck zwischen Dustin Hoffmans Figur, einer verheirateten Frau und ihrer Tochter ist einzigartig, dynamisch inszeniert und bietet einige unerwartete Situationskomik. Der Klassiker hat definitiv einen an der Waffel, aber im positiven Sinne – was aber alles andere als daneben ist, ist der überragende Soundtrack vom legendären Folk-Rock-Duo „Simon & Garfunkel“, die hier einige ihrer erfolgreichsten Songs zum Besten geben und so der aufgewühlten Hauptfigur in ihrer Verlorenheit Ausdruck verleihen.

 

Stand by me – Das Geheimnis eines Sommers (1986)

Ein heißer Sommer, die besten Freunde um sich versammelt und ein Abenteuer, dass es zu bestehen gilt. Was kann ein Teenager noch mehr verlangen, um glücklich zu sein und nebenher auch noch ein ganzes Stück erwachsen zu werden? „Stand by me“ ist so vieles in Einem: Abenteuerfilm. Komödie, Coming of Age-Drama, Sittenbild der USA in den 1950er-Jahre. Die vier Freunde Gordie, Vern, Chris und Teddy machen sich auf den Weg, um die Leiche eines toten Jungen zu finden, der vor kurzem ermordet wurde. Auf ihrer zweitägigen Reise müssen sich die vier Freunde so manche Prüfung stellen und erkennen, dass sowohl der schönste Sommer als auch die Kindheit endlich sind. Eine berührende Geschichte, und ganz sicher eine der besten Stehen King Verfilmungen überhaupt. Der Film packt mich schon, wenn ich nur über ihn schreibe. Selbst dann, wenn es nur 149 Worte sind.

 

Und das waren sie auch schon. Unsere acht liebsten sommerlichen Feel-Good-Filme. Kennt ihr noch weitere Filme, die zum Thema passen und die einen Platz auf unserer Liste verdient hätten? Oder ist einer unserer Kandidaten eurer Meinung nach vollkommen deplatziert? Lasst es uns wie immer in den Kommentaren wissen. Unsere vollständige Shortlist aller Filme, die in der engeren Auswahl standen, findet ihr hier auf unserer Letterboxd-Seite. Schaut auch da gerne mal rein.

 

24 Gedanken zu “Die 8 besten sommerlichen Feel-Good-Filme

  1. Pingback: Summer Lovin‘ – Sommerliche Liebesfilme | Klappe!

  2. „Ferris mach blau“ ist für mich die besten Teenie-Komödie aller Zeiten. Herrlich abgedreht und ein bisschen versnobt. Zitat aus dem Film „Alle lieben Ferris“.
    „Die Reifeprüfung“ war einer der ersten Filme, die mit so etwas wie einem Soundtrack arbeitete. Die Stücke von Simon & Garfunkel sind nach wie vor zeitlose Klassiker. Der Film erzeugt bei mir jedes Mal ein ganz besonders unbeschwertes Gefühl. Kann ich mir immer wieder ansehen.

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    • Die Reifeprüfung fand ich in der ersten Stunde grandios. Die letzten 45 Minuten haben mich dann komplett rausgeworfen. Ich könnte überhaupt nicht nachvollziehen warum Ben plötzlich vom sympathischen unsicheren jungen Mann zum fast schon arroganten Macho werden konnte. Die ganze Sache mit der Hochzeit fand ich dann auch viel zu abgedreht. Ich weiß auch nicht. Wäre der Film nach einer Stunde vorbei gewesen, hätte ich ihn geliebt 😂

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      • Grad die Szenen bei der Hochzeit fand ich so schön. Das war für die Zeit so echte Anarchie. Und das Kreuz als Waffe gegen das Establishment ist ja wohl auch Symbolik pur. Egal, was man da jetzt hineininterpretiert. Ich mag den Film halt.

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        • Arber alles vorher. Ben beschließt, dass Elaine und er heiraten werden. Er ist davon überzeugt, obwohl Elaine ihn hasst und er seit einiger Zeit nicht mit ihr gesprochen hat. Gerade Elaines Rolle in der Geschichte, die vermutlich damals gar nicht so unrealistisch war, tut förmlich weh. Ich weiß, der Film spielt auch mit den gesellschaftlichen Strukturen seiner Zeit, aber das hat mir einfach überhaupt nicht gefallen. Gegen den Showdown selbst habe ich überhaupt nichts. Aber auf dem Weg dort hin hat der Film mich einfach verloren.

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          • Ok, ich gebe dir in dem Punkt recht, dass Elaines Verhalten doch – zumindest auf heutiger Distanzsicht – etwas seltsam ist. Aber wie du schon sagtest, das war damals vermutlich eher die Regel, als die Ausnahme. Und der Film hat das natürlich dann auch noch ein wenig überzeichnet.

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    • Die Reifeprüfung kenn ich noch nicht, aber Ferris konnte mich nicht wirklich von sich überzeugen…mir war der Protagonist einfach zu unsympathisch…zu selbstverliebt, zu arrogant und zu gleichgültig gegenüber seinen Freunden.

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      • Ja, das Ferris in allem ein wenig drüber ist, bemängeln viele. Das stimmt schon. Aber anders könnte man das eben auch als typische 80er-Coolness beschreiben. Und genau So wollten damals vermutlich viele Teenager sein🤓

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      • Ich finde ja gerade dadurch, dass er den Erwachsenen so voraus ist, geht man mit ihm voll mit und er rüttelt den Zuschauer wach, auch mal den Moment zu leben. Dazu muss die Figur schon etwas vorangehen und ich finde, das hat er ziemlich charismatisch gelöst.

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  3. ‚Die Goonies‘ würden sich für mich hier auch einreihen. Ich war jetzt nie der Megafan des Films, wie manch anderer, aber so ein gewisses Sommerferienabenteuerfeeling löst der immer noch aus.

    Auch wenn ich keine Ahnung hab, wie der wohl wirkt, wenn man ihn mit heutigen Augen zum ersten Mal sieht…

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    • Habe ihn tatsächlich mit heutigen Augen vor paar Monaten zum aller ersten Mal gesehen! 😄 Mein Herz konnte er jetzt nicht so erobern und sonderlich packen konnte er mich nicht, fand ihn jetz auch nur eher okay, aber konnte schon ein wenig nachvollziehen, woher die Liebe von vielen rührt..
      Bin aber tatsächlich auch nicht der größte Spielberg-Fan, bin damit eben nicht aufgewachsen und auch mit Richard Donners Filmen wurde ich bisher nie warm

      Gefällt 4 Personen

      • Kein Spielberg Fan? KEIN SPIELBERG FAN??? Kein…
        Jurassic Park? Der weiße Hai? Schindlers Liste? Indiana Jones (ok den find ich auch nicht so dolle…).😉
        Aber ET. Frag mal den Filmlichter wie genial der ist…
        #Micdrop

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        • Bei der weiße Hai und Schindlers Liste zieh ich ja voll mit (die tanzen bei seiner Art Filme auch mMn etwas aus der Reihe), bei Indiana Jones war es der dritte Teil bei dem ich endlich auf meine Kosten kam 😄
          Sonst ist echt wenig von der Magie auf mich übergesprungen… wäre sicherlich anders, wenn ich die mal in nem jüngeren Alter gesehen hätte
          Aber ich muss mich dahingehend tatsächlich immer wieder outen, meinen Nerv trifft er nicht 😄

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      • Ja, so in etwa hätte ich das erwartet. Donners Superman ist auch so ein Fall von Film, für den ich die Begeisterung nachvollziehen kann, sie aber nie wirklich gespürt habe. Eben weil, als ich ihn gesehen habe „believe a man can fly“ kein Feauture, sondern quasi erwartet war.

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    • Little Miss Sunshine lief letztens bei Arte und obwohl ich vorher nicht der größte Fan war und ihn bloß okay fand, bin ich doch dran geblieben und er hat mir da sogar etwas besser gefallen. Mit dem kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Reifeprüfung gibt es jetzt bei Prime, also gute Gelegenheit!
      25 Km/h fand ich jetzt auch bloß okay und für Mamma Mia habe ich so wie Marco gefightet, aber es war nicht genug… Der würde hier wahrscheinlich definitiv auftauchen, wenn man die breite Masse befragen würde

      Gefällt 3 Personen

  4. Pingback: Reminder Ausgabe 8: Sommer, Sonne, Todesfälle | Klappe!

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