Das Kino im Sommerloch – Das ist dran am Mythos

Endlich Sommer! Eisessen, ins Schwimmbad gehen, grillen im Garten, Urlaub am Strand oder schöne Sommerabende auf der eigenen Terrasse – es gibt wahrlich viele Gründe sich auf die heißen Monate des Jahres zu freuen. Ein Kinobesuch steht jedoch für viele auf der Aktivitätenliste relativ weit unten. Zumindest sollte man das meinen. Doch warum erscheinen dann jedes Jahr einige große Blockbuster-Produktionen ausgerechnet im Sommer, wenn doch da die Zuschauerzahlen eher gering sein müssten? Gerade solche Filme müssten doch eigentlich darauf angewiesen sein, möglichst viel Umsatz an der Kinokasse zu generieren, um die mittlerweile absurden Produktionskosten wieder einzuspielen. Aber ist das in den Sommermonaten überhaupt möglich? Und warum riskieren die Studios, ihre teuren Produktionen in der Sommersonne zu verbrennen? In diesem Beitrag haben wir uns dazu ein paar Gedanken gemacht.

Um zu überprüfen ob in den Kinos während der Sommermonate tatsächlich tote Hose herrscht, werfen wir zunächst einen Blick auf die verkauften Kinotickets in den einzelnen Monaten in Deutschland. Die folgende Grafik zeigt die durchschnittliche Anzahl an Kinobesuchern pro Monat in den Jahren 2017 bis 2019.

Zuschauerzahlen

Erstaunlicherweise wird deutlich, dass der Mythos des cineastischen Sommerlochs, zumindest hierzulande, nur teilweise belegt werden kann. Tatsächlich stellt der Juni den absoluten Tiefpunkt des Kinojahres dar. Mit durchschnittlich 6,3 Millionen verkauften Tickets ist die Anzahl der Kinobesucher hier nur halb so hoch wie im Highlight-Monat Dezember. Allerdings gehen im Juli und August deutlich mehr Leute ins Kino als in den Monaten Mai, Juni und September und in etwa genauso viele wie in den Monaten März und April. Insgesamt zeigt sich jedoch, dass in den Monate von März bis September deutlich weniger Menschen ins Kinos gehen als in der Hochzeit von Oktober bis Februar. Dennoch bleibt festzuhalten, dass nicht explizit die Sommermonate als Tiefpunkt der Kurve gesehen werden können. Wie bereits erwähnt, beziehen sich die Zahlen auf die deutschen Kinos und deren Publikum. Ob die Kurve auf dem primär wichtigen US-Markt ähnlich aussieht ist zwar durchaus zu erwarten, kann aber an dieser Stelle in Ermangelung offizieller Daten nicht sicher belegt werden.

Ebenfalls interessant ist es in diesem Zusammenhang, sich die Erscheinungstermine der weltweit 20 finanziell erfolgreichsten Filme anzuschauen.

Film

US Kinostart

1. Avengers – Endgame

April

2. Avatar – Aufbruch nach Pandora

Dezember

3. Titanic

Dezember

4. Star Wars – Das Erwachen der Macht

Dezember

5. Avengers – Infinity War

April

6. Jurassic World

Juni

7. Der König der Löwen

Juli

8. Fast & Furious 7

April

9. Avengers

Mai

10. Die Eiskönigin II

November

11. Avengers – Age of Ultron

Mai

12. Black Panther

Februar

13. Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2

Juli

14. Star Wars – Die letzten Jedi

Dezember

15. Jurassic World – Das gefallene Königreich

Juni

16. Die Eiskönigin – Völlig unverfroren

November

17. Die Schöne und das Biest

März

18. Die Unglaublichen 2

Juni

19. Fast & Furious 8

April

20. Iron Man 3

Mai

Mit „Jurassic World„, „Der König der Löwen“ (2019), „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2„, „Jurassic World: The Fallen Kingdom“ und „Die Unglaublichen 2“ tauchen immerhin fünf Filme auf der Liste auf, die ihren Kinostart in den Sommermonaten Juni, Juli oder August hatten. Das entspricht nach Adam Riese genau einem Viertel. Dieser Befund zeigt, dass Filme grundsätzlich auch im Sommer überaus erfolgreich sein und Leute in die Kinos locken können. Nun könnte man die Frage stellen: Sind diese Film trotz des Sommerstarttermins erfolgreich gewesen oder vielleicht sogar gerade deswegen? Wirft man einen Blick auf einige weitere der erfolgreichsten Filme der letzten Sommer, lässt sich durchaus ein Muster erkennen, welche Filme hier die meisten Zuschauer ins Kino locken.

Das Kinojahr 2017:

Im Jahr 2017 schafften es in den USA drei Filme in die Top10 der Kino-Jahrescharts, die einen Kinostart im Sommer hatten. Diese waren „Wonder Woman“ (Platz 3), „Spider-Man: Homecoming“ (Platz 5) und „Ich – einfach unverbesserlich 3“ (Platz 8). Letzterer war in Deutschland und Österreich sogar jeweils der dritterfolgreichste Film des Jahres.

Das Kinojahr 2018:

Im Jahr 2018 waren unter der Top10 der amerikanischen Jahrescharts sogar vier Filme mit einem Kinostart im Sommer: „Die Unglaublichen 2“ (Platz 3), „Jurassic World: The Fallen Kingdom“ (Platz 4) , „Mission Impossible: Fallout“ (Platz 8) und „Ant-Man and the Wasp“ (Platz 9). Dazu kommt noch „Solo: A Star Wars Story“ auf Platz 10, der Ende Mai in die Kinos kam und den Großteil seiner Zuschauer im Juni verzeichnete. In Deutschland schaffte es neben den bereits genannten „Die Unglaublichen 2“ und „Jurassic World: The Fallen Kingdom“ auch noch „Hotel Transsilvanien 3“ unter die erfolgreichsten zehn. In Österreich war mit „Mamma Mia! Here we go again“ ein echter Sommerhit der erfolgreichste Film des Jahres.

Das Kinojahr 2019:

Mit „König der Löwen“ (Platz 2) „Toy Story 4“ (Platz 5) und „Spider-Man: Far from Home“ (Platz 7) landeten 2019 erneut drei Sommerfilme auf der amerikanischen Jahresbestenliste. In Deutschand war der achterfolgreichste Film „Pets 2„, der ebenfalls im Sommer des Jahres 2019 in die Kinos kam.

Es fällt auf, dass mit „Ich – Einfach unverbesserlich 3“, „Die Unglaublichen 2“, „Hotel Transsilvanien 3“, „König der Löwen“, „Toy Story 4“ und „Pets 2“  einige Filme im Sommer erfolgreich waren, die man gut und gerne in die Schublade „Kinder-“  oder „Familienfilme“ einsortieren kann. Gerade die Sommermonate, und die damit verbundenen Sommer- und Semesterferien, haben sich über die Jahre hinweg als Zeit des familientauglichen Popcorn-Kinos etabliert. In dieser Zeit, in der der Schul-, Lern- und Prüfungsstress der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen wegfällt und Familien plötzlich mehr Zeit als sonst miteinander haben, ist das Event-Kino für die ganze Familie eine gern genommene Abwechslung.

Hinzu kommt, dass es inzwischen einfach zu viele hoch-budgetierte Filme gibt, um sie alle am Ende oder Anfang des Jahres in die Kinos zu bringen und sich dann damit als Studio selbst womöglich das Wasser abzugraben. Gerade in einer Zeit, in der die Filme der Marvel- und DC-Universen quasi am Fließband produziert werden und deren Premieren schon Jahre im Voraus feststehen, wäre es sicherlich kontraproduktiv, wenn sich alle Starttermine geballt zwischen Oktober und Februar befänden. Dementsprechend verwundert es auch nicht, dass auch immer Sommer mit „Wonder Woman“, „Spider-Man: Homecoming“, „Antman and the Wasp“ und „Spider-Man: Far From Home“ einige Superheldenfilme beteiligt waren, als die Kinokassen klingelten.

Fazit:

Halten wir fest, dass in den Sommermonaten Juli und August (in Deutschland) nicht wesentlich weniger Zuschauer in die Kinos gehen als beispielsweise im September, März, April oder Mai. Allerdings liegt die Hochsaison der Kinos eindeutig in den Monaten Dezember bis Februar. Hier stellt sich nun die Frage nach der Henne und dem Ei. Sind die Besucherzahlen im Winter höher, weil dort vermehrt Großproduktionen platziert werden? Oder bevorzugen die Studios diesen Termin für ihre Blockbuster, weil dort der höhere Gewinn zu erwarten ist? So oder so gibt es einige Beispiele, die zeigen, dass Filme auch mit einem Starttermin im Sommer sehr erfolgreich sein können. Auffällig dabei ist, dass dies vor allem auf Filme zutrifft, die in erster Linie, oder zumindest mitunter, auf ein jüngeres Publikum zielen. Ein Hoch auf die Sommerferien. Fakt ist auf jeden Fall auch, dass der Mythos des Sommerlochs einer Prüfung nur sehr bedingt standhält. In diesem Sinne, viel Spaß im hoffentlich klimatisierten Kinosaal.

17 Gedanken zu “Das Kino im Sommerloch – Das ist dran am Mythos

  1. Welche Quelle ist für die Bildstatistik verantwortlich?

    „Fakt ist auf jeden Fall auch, dass der Mythos des Sommerlochs einer Prüfung nur sehr bedingt standhält.“
    Fakt ist für mich leider, dass hier keine sonderlich tiefgehende Prüfung vorgenommen wurde.

    Finde es etwas seltsam, zunächst auf Deutschland einzugehen und dann die erfolgreichsten Filme weltweit als Beispiele zu nehmen. Zudem finde ich, dass der Artikel etwas zu kurz greift, um irgendetwas über das Sommerloch auszusagen. Wie war das Wetter von 2017 bis 2019 in den betreffenden Monaten? Was kamen alles für Filme raus? Welche Großveranstaltungen gab es? Warum nur 2017 bis 2019? Zudem gibt es zu dem Thema einige Artikel, die man durchaus hätte zurate ziehen und zitieren können, um Thesen aufzustellen und zu untermauern.

    Ich weiß, wenn man sich Arbeit macht, dann ist es scheiße, wenn der erste Kommentar ein solcher wie der meinige jetzt ist. Finde das Thema selbst nur leider sehr interessant und wurde dann doch etwas enttäuscht, dass hier nicht mehr in die Tiefe gegangen wurde. Meine gefühlte Wahrheit als ehemaliger Kinomitarbeiter ist nämlich durchaus, dass im Sommer so gut wie nix geht im Kino (vom Sonntag morgen Kinderfilme und verregneten Tagen, wo dann sofort alle hinströmen mal abgesehen); daher ist es umso interessanter, anderslautende Statistiken zu sehen.

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    • „Welche Quelle ist für die Bildstatistik verantwortlich“

      Mist vergessen einzufügen. Danke für den Hinweis. Werde ich bei nächster Gelegnheit nachholen. Ich kann dir schon mal sagen, dass die Zahlen vom Onlineportal Statista stammen. Die Durchschnittswerte hab ich selbst errechnet.

      „Finde es etwas seltsam, zunächst auf Deutschland einzugehen und dann die erfolgreichsten Filme weltweit als Beispiele zu nehmen“

      Der Gedanke dahinter war, dass das als Thema Sommerloch mir persönlich eher hier im deutschsprachigen Raum begegnet. Deswegen hab ich mir die deutschen Besucherzahlen angeschaut. Die weltweit erfolgreichsten Filme sind im wesentlichen die, die auch in D erfolgreich waren. Oder halt andersrum. Deutsche Eigenproduktionen natürlich ausgenommen.

      „Wie war das Wetter von 2017 bis 2019 in den betreffenden Monaten? Was kamen alles für Filme raus? Welche Großveranstaltungen gab es?“

      Da es sich um durchschnittswerte handelt, gleicht sich das aus. Selbst wenn 2017 vielleicht eher regnerisch war, war 2019 dafür umso trockener. 2018 war die Fußballweltmeisterschaft, 2019 nicht. Trotz dieser Faktoren waren die Kurven der einzelnen Jahre in jedem Jahr sehr ähnlich und lassen die gleichen Kernaussagen zu. Es ist ncht so, dass sich das Bild nur durch das Ermitteln des Durchschnittwertes ergibt. Das Niveau variierte. Aber der Juni war in jedem Jahr der schwächste, Juli/August dafür deutlich höher, die Relation der einzelnen Monate untereinander war ähnlich.

      „Zudem gibt es zu dem Thema einige Artikel, die man durchaus hätte zurate ziehen und zitieren können, um Thesen aufzustellen und zu untermauern.“

      Wenn es dir nicht zu viel Aufwand ist, verlink hier mal ein paar. Würde mich nämlich persönlich auch sehr interessieren.

      „Ich weiß, wenn man sich Arbeit macht, dann ist es scheiße, wenn der erste Kommentar ein solcher wie der meinige jetzt ist.“

      Keine Sorge, ich hab mir keine Arbeit gemacht 😉 Außerdem haben wir in unserer WhatApp Gruppe schon unsere Witzchen gemacht, was du wieder auszusetzen hast 😉

      „Meine gefühlte Wahrheit als ehemaliger Kinomitarbeiter ist nämlich durchaus, dass im Sommer so gut wie nix geht im Kino“

      Das entspricht auch meiner Erfahrung als Kinobesucher, der ich früher ja wirklich intensiv war. Und auch wenn man mit Kinobetreibern spricht, bekommt man das zu hören. Aber irgendwoher müssen die Zahlen ja kommen. Wie gesagt, lass mal sehen was du für Beiträge/Zahlen kennst.

      Generell weiß ich aber, dass du weißt, dass meine/unsere Beiträge keine wissenschaftlichen Ausarbeitungen sind sondern Hobbybeiträge. Von daher solltest du vielleicht deinen Anspruch runterschrauben, wenn du nicht jedes mal enttäuscht werden willst. 😛 Ich freue mich jedenfalls über jeden Kommentar von dir, mach dir da also keine Sorgen 🙂

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      • „Da es sich um durchschnittswerte handelt, gleicht sich das aus.“

        Für einen Zeitraum von 3 Jahren zweifle ich das an dieser Stelle an. Du hast die einzelnen Tabellen gesehen, da mag das dann vielleicht so ausschauen, für den Leser ist es leider nicht ersichtlich. Wobei ich den Zeitraum von 3 Jahren für einen Durchschnittswert so oder so für zu kurz halte.

        Zudem hast du zwar die Frage in den Raum gestellt, ob Sommerblockbuster die Zahlen verändert haben und die Henne-Ei-Frage. Allerdings hätte ich mir da den Versuch einer Antwort gewünscht. Seit ann gibt es Sommerblockbuster und haben die die Zahlen verändert?

        „Wenn es dir nicht zu viel Aufwand ist, verlink hier mal ein paar.“

        Ist es leider, da die durch eine schnelle Google-Suche nicht zu finden sind 😛

        „Wie gesagt, lass mal sehen was du für Beiträge/Zahlen kennst.“

        Ich mache doch nicht deine Arbeit. Mein Satz wäre gewesen, das ganze anhand der Zahlen bei InsideKino für die letzten 20 Jahre zu analysieren. Da die dort wochenweise auflisten wäre das tatsächlich Arbeit geworden. Aber ich kann es ja lassen, weil ich im Gegensatz zu dir keinen Artikel dazu schreibe 😉

        „Keine Sorge, ich hab mir keine Arbeit gemacht 😉“

        Deswegen habe ich schon das „viel“ gestrichen, das ich vor Arbeit schreiben wollte 🙂

        Es ist richtig, dass ihr keinen wissenschaftlichen Anspruch habt, nur wenn man etwas untersuchen möchte, bin ich der Meinung, dass man dann doch etwas Anspruch an den Tag legt. Mir als interessierter Leser hat der Artikel leider keinen Mehrwert gegeben. Außer, dass ich mich beim Frühstück echauffiert habe xD
        Naja, also ihr zeiht natürlich euer Ding durch, wie es euch beliebt. Nur für solche Artikel lese ich die Klappe und bin froh, dass so etwas noch irgendwo erscheint. Da bin ich auch anderes Niveau von dir gewohnt.
        Wenn eure Zielgruppe eher diejenige ist die kurze Filmvorstellungen mag, auch recht, dann ist dem so.
        Mein Anspruch wird runtergeschraubt, verbunden mit der Hoffnung, dass ihr meinen Mund im Vorfeld nicht wässrig macht mit euren Überschriften ^^.

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        • Man bist du faul 😂
          Wenn du dich echauffiert hast, hat sich das Ganze ja gelohnt. Das Bild wie du mit wässrigem Mund vorm PC sitzt und der Speichel dein Kinn runtertropft und in kleinen Tröpchen im Bart hängen bleibt, wird mich wohl den Rest des Tages begleiten. Herzlichen Glückwunsch…

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  2. Habe mal irgendwo gelesen, dass es in den USA komplett umgedreht sein soll. Dort flüchten die Leute an heißen Tagen in die klimatisierten Kinos
    Nicht zu unterschätzen ist König Fussball. Zu einer WM oder EM + gutem Wetter gehen die Kino Zahlen immer nach unten.
    So gibt es auch Filme die in den USA Sommerblockbuster sind und hier im Herbst rausgekommen sind. Glaube bei Toy Story 4 war das zB so

    Aber sehr schöner Artikel und auf jeden Fall ein Gedanke wert 😁

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    • „dass es in den USA komplett umgedreht sein soll. Dort flüchten die Leute an heißen Tagen in die klimatisierten Kinos“

      Interessant. Dazu habe ich leider gar nichts gefunden. Wäre natürlich lustig, wenn das tatsächlich so wäre. Was das aber über die Kinokultur aussagen würde, weiß ich auhc nicht so recht 😉

      „Nicht zu unterschätzen ist König Fussball. Zu einer WM oder EM + gutem Wetter gehen die Kino Zahlen immer nach unten.“

      Das dachte ich auch. Allerdings lagen die Zuschauerzahlen im Juni 18 (WM) bei 5,7 Millionen, ein später ohne WM bei 5,5 Millionen. In dem Fall waren während der WM sogar geringfügig mehr Leute im Kino.
      siehe hier: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/173645/umfrage/anzahl-der-kinobesucher-in-deutschland-monatszahlen/

      „So gibt es auch Filme die in den USA Sommerblockbuster sind und hier im Herbst rausgekommen sind. Glaube bei Toy Story 4 war das zB so“

      Da bin ich mir nicht so sicher. Bei den Filmen, die ich im Artikel als die erfolgreichsten anspreche, hatten alle sowohl in den USA als auch hier einen Sommerstart. Die Veröffentlichungen lagen maximal ein paar Wochen auseinander. Oftmals nur wenige Tage. Toystory kam am 21. Juni (USA) und am 15. August (DE) raus. Ich glaube die die eher monatelangen Unterschiede betreffen eher die kleineren Filme, die für die Oscars relevant sind. Die kommen bei uns manchmal erst kurz vor oder nach den Oscars raus und liefen in den USA schon deutlich früher.

      „Aber sehr schöner Artikel und auf jeden Fall ein Gedanke wert“
      Dank dir. Nimm das Benni! 😀 😀 😀

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      • Bist du bei Statista angemeldet? Bei mir wird da nix angezeigt. Nur ein Button zum Registrieren und zahlen.

        Du darfst nicht vergessen, dass Deutschland bei der WM früh rausgeflogen ist. 2006 und 2014 dürfte das anders ausgesehen haben, mutmaße ich.
        Und falls es dort auch so war mit vielen Zuschauern ,wäre das doch ein weiterer Beleg für deine These.

        Ach, Marius will doch nur an dein Erbe 😉

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        • „Bist du bei Statista angemeldet?“
          Öhm nein. Hab gerade auf den Link geklickt und es gesehen. Verrückt. Über die Googlesuche wird dir die Statistik einfach so angezeigt.

          Für 2014 habe ich folgende Zahlen:
          2006 waren es im Juni 5,6 Mio Zuschauer. Also quasi genauso viel wie letztes Jahr. Der August war sogar der dritterfolgreichste Monat des Jahres.

          2010: 5,3 Mio Zuschauer im Juni. Etwas weniger aber wie ich finde immer noch vergleichbar. August der erfolgreichste Monat des Jahres!

          2014: 5,1 Millionen, wieder weniger – aber immer noch innerhalb der Spanne von 0,5 Mio Varianz. August der zweitbeste Monat.

          Alles nachzulesen hier:
          https://www.ffa.de/kinoergebnisse-uebersicht.html

          „Ach, Marius will doch nur an dein Erbe“
          Welches Erbe? 😀

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          • Den Zahlen nach könnte man das vermeintliche Phänomen tatsächlich Mal auf Herz und Nieren prüfen. Jetzt schauste dir noch die restlichen Monate der Jahre und die anderen Jahre bis 2000 an, nimmst Wetterdaten mit auf, schaust, was für Filme erschienen sind und rechnest aus, wie viele Menschen jeweils in Deutschland waren, dann hast du einen Artikel, den ich lesen würde 😂

            Das Erbe würde ich an deiner Stelle auch verheimlichen

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            • So Herr FilmkritikenOD,

              ich habe die Zahlen von 2000 bis 2019 ausgewertet und siehe da: Die Monate Juli und August sind in diesem Zeitraum die erfolgreichsten Monate Nummer 5 und 6. Ich habe dir die PDF per Mail geschickt, damit du das ganze nachlesen kannst. Auf Wetterdaten habe ich verzichtet, appelliere aber an deine Vernunft einzusehen, dass es in den letzten 20 Julis und Augusten im Schnitt heißer und trockener war als in den jeweiligen Monaten März, April oder September. Wenn dir das auch nicht reicht, weiß ich auch nicht 😉

              Viel Spaß im Kino 😛

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              • Den Spaß werde ich zu Tenet hoffentlich haben. Da darf man auch gespannt sein, wie der die Zahlen nach oben treibt.
                Vielleicht macht dein Junge in 20 Jahren mal eine Statistik und lässt außer acht, dass Corona war und wundert sich, wieso kein Mensch Mai bis August ins Kino ging 😛

                Triangle fand ich beim ersten mal Anschauen sehr unterhaltsam mit einer gelungenen Auflösung.
                Und du?

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      • Mit Sicherheit ist Fußball nicht das einzige Argument, vorallem weil 2018 die wichtigen Spiele sehr schnell vorbei waren, wenn ich dich da erinnern darf. Bei dem WM 2014 konntest du wahrscheinlich alleine in allen Sälen sitzen (wenn sie überhaupt auf hatten).
        Dazu kommt die Stärke des Sommers und ganz einfach das Programm. Letztes Jahr kam doch nach Avengers Endgame ein Blockbuster nach dem nächsten wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe.

        Psssst ich glaub Benni will mit einer Ablenkungstaktik an dein Erbe.

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  3. Ich habe so eine Vermutung, dass das Wetter auf Erfolg und Misserfolg eines gerade auch Sommerfilms mehr Einfluss haben könnte als die Jahreszeit ansich. Jetzt kann man natürlich anfangen zu streiten ob es eher Regen oder extreme Hitze (von wegen Klimaanlage, die ja wohl Antriebsfeder für die hollywoodschen Sommerblockbuster sein soll) sind, die Leute ins Kino treiben, aber insgesamt ist ein Schietwetter-Sommer sicher hilfreicher. Danny Boyle gibt sich etwa bs heute überzeugt, es war der durchgehende Sonnenschein im Jahr 2007, der, ironischerweise, ‚Sunshine‘ zum Nichterfolg gemacht hat. Andere meinen, es war die Tatsache, dass im letzten Drittel ein Slasher draus wurde, aber das ist ein anderes Thema.

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    • Die Wetter-Theorie wurde in den Kommentaren oben schon ein paar mal angesprochen. Wie ich auch FilmkritikenOD schon sagte, habe ich mir die Zuschauerzahlen aller Monate der letzten 20 Jahre angeschaut. Dabei kam heraus, dass im Juli insgesamt 233 Mio. und im August 235 Mio Zuschauer in die Kinos gegangen sind. In den Monaten September waren es beispielsweise nur 183 Mio. im April ziemlich genau 200 Mio. Auch wenn ich keine Daten habe, würde ich jetzt mal behaupten, dass es in den letzten 20 Aprils und Septembers mehr Schietwetter gab als im Juli und August. Dennoch waren in den Sommermonaten mehr Leute willens ins Kino zu gehen.

      Ich behaupte einfach mal ganz unwissenschaftlich: Wenn ein Film etwas taugt, Interesse generiert oder im Idealfall beides, gehen die Leute ins Kino. Egal ob es draußen 40 Grad oder 4 Grad hat. Sorry, Danny Boyle… 😉

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  4. Pingback: Reminder Ausgabe 8: Sommer, Sonne, Todesfälle | Klappe!

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