Filmtipps Juli 2020

 

Diesen Monat haben wir uns für euch Gedanken gemacht, welche Filme zu Christopher Nolans Filmografie passen und erläutern euch bei den einzelnen Filmen auch kurz warum! Wer bloß nach seinen Filmen Ausschau hält, dem sei gesagt, dass seine Filme mit Ausnahme von „Following“, „Insomnia“ und „Dunkirk“ alle entweder auf Netflix oder Sky zu finden sind und immer einen Blick wert sind, meistens auch mehr als nur einen. Die verdrossene Minderheit unter euch, die das Thema aus diesem Monat verteufelt und die auch mal genug von den Lobhudeleien über ihn hat, die wird sich hier endlich an Filmtipps erfreuen können, die nicht aus der Feder des britischen Blenders stammen. Gern geschehen!

Ainu empfiehlt: 

Aufbruch zum Mond (2018)

  • Regie: Damien Chazelle
  • Genre: Biopic, Drama
  • Darsteller: Ryan Gosling, Claire Foy
  • Zurzeit verfügbar bei: Sky Go, Amazon Prime (ab 15. Juli)

Ihr sucht die Verbindung zu Nolan – nun ja, das Magazin IndieWire veröffentlichte letztes Jahr eine Liste mit „Nolan-approved movies“, also mit Filmen, die Nolan offensichtlich sehr gut gefallen. Sollte das für euch noch nicht Grund genug sein „Aufbruch zum Mond“ eine Chance zu geben, dann möchte ich hier nur kurz die unglaublichen Bilder, das famose Schauspiel und die einfach nur grandiose Inszenierung erwähnen. Kein lautes, knalliges Spektakel, sondern eine immersive, emotional packende Reise zum Mond erwartet den Zuschauer hier.

The Illusionist (2006)

  • Regie: Neil Burger
  • Genre: Mystery, Drama, Thriller
  • Darsteller: Edward Norton, Jessica Biel, Paul Giamatti
  • Zurzeit verfügbar bei: Maxdome

Hier dürfte die Verbindung zu unserem Nolan-Thema schon auffälliger sein, denn immerhin erschien „The Illusionist“ im selben Jahr wie „The Prestige“ und befasst sich auch mit einem außergewöhnlichen Magier. Neil Burgers Film kommt dabei natürlich nicht an Nolans Meisterwerk heran, aber auch hier finden sich ein paar nette Twists, gute Schauspieler und ein paar starke Szenen. Wer dem Mysteriösen und Magischen bei seiner Abendunterhaltung zugetan ist, der sollte also durchaus mal einen Blick riskieren.

Ma-Go empfiehlt:

Troja (2004)

  • Regie: Wolfgang Petersen
  • Genre: Historiendrama
  • Darsteller: Brad Pitt
  • Zurzeit verfügbar bei: Netflix und Sky

In Wolfgang Petersens modernem Sandalenepos „Troja“ geht es überraschenderweise um die Schlacht von Troja. Ihr wisst schon, das mit dem Pferd, der Entführung Helenas und dem Typen mit der Ferse. Was das mit Christopher Nolan zu tun hat? Ganz einfach. Bevor Wolfgang Petersen den Regiestuhl übernahm, war eigentlich Christopher Nolan für den Job vorgesehen.  Der hatte jedoch keine Lust und machte stattdessen „Batman Begins“ zu seinem ersten großen Blockbuster. Auch wenn ich Petersens Version von „Troja“ mag und empfehlen kann, ist es sicherlich auch interessant sich den Film anzuschauen und sich vorzustellen, welches monumentale Meisterwerk Christopher Nolan möglicherweise daraus gemacht hätte.

Die Unfassbaren (2013)

  • Regie: Louis Leterrier
  • Genre: Krimi/Thriller
  • Darsteller: Jesse Eisenberg, Mark Ruffalo, Woody Harrelson
  • Zurzeit verfügbar bei: Netflix

Wer Christopher Nolans „Prestige“ mag, könnte vielleicht auch Interesse an „Now you see me“, so der Originaltitel, finden. Ich gebe zu, dass die beiden Filme nicht viel gemein haben, außer dass es um Magier geht und dass Michael Caine in beiden mitspielt. Aber immerhin. In „Die Unfassbaren“ geht es um eine Gruppe Magier, die während ihrer Shows auf zauberhafte Weise Banken ausraubt und die Beute an das Publikum verteilt. Natürlich ist das FBI ihnen bald auf den Fersen. Aber gute Zauberer haben ja bekanntlich immer ein Ass im Ärmel. Meiner Meinung sehr sehenswert, wenngleich der Film zu keiner Sekunde an „Prestige“ herankommt.

Steffelowski empfiehlt:

Der Maschinist (2004)

  • Regie: Brad Anderson
  • Genre: Pyschothriller
  • Darsteller: Christian Bale, Jennifer Jason Leigh, Michael Ironside
  • Zurzeit verfügbar bei: Netflix

Der Umstand, dass es in „Der Maschinist“ um jemanden geht, der nicht schlafen kann und sich Al Pacino in „Insomnia“ mit der gleichen Problemlage herumschlagen muss, ist wirklich purer Zufall. Auch dass mit Christian Bale (wer ihn in diesem Film sieht, kann sich nur einigermaßen schwer vorstellen, dass sich Bale im Anschluss an die Dreharbeiten auf seine erste Rolle als Batman vorbereitet hat) einer von Christopher Nolans bevorzugten Darstellern in Andersons Film die Hauptrolle spielt, kam mir nicht in den Sinn, als ich „The Machinist“ als Filmtipp ausgewählt habe. Es ist vielmehr die Geschichte, um die es hier geht, von der ich aber nur so viel verraten möchte: ein bisschen „Memento“, ein wenig „Der Mieter“ von Polanski und aus David Finchers „Fight Club“ finden sich hier wieder. Es geht um Schein und Sein, um Realität und Fiktion, um Wahrheit und Lüge. Die Geschichte des Maschinenarbeiter Trevor, der den Halt in seinem Leben verliert und nicht mehr zwischen der wahren und der eingebildeten Welt unterscheiden kann, ist intensiv inszeniert und wartet laufend mit überraschenden Wendungen auf.

The Game – Das Geschenk seines Lebens (1997)

  • Regie: David Fincher
  • Genre: Mystery/Thriller
  • Darsteller: Michael Douglas, Sean Penn, Deborah Kara Unger
  • Zurzeit verfügbar bei: Sky Go/Sky Ticket

Ein weiterer Regisseur, der mich neben Christopher Nolan mit seinem Schaffen immer wieder überraschen und begeistern konnte, ist ganz ohne Zweifel David Fincher. Mit Filmen wie „Sieben“ (1995) und „Fight Club“ (1999) brachte der Regisseur zwei echte Klassiker auf die Leinwand, die erzählerisch und filmisch neue Maßstäbe setzten, die auch heute noch immer wieder gern von anderen Filmemachern referenziert und kopiert werden. In „The Game“ geht es um ein Geburtagsgeschenk der besonderen Art. Der von Michael Douglas gespielte Nicolas erlebt einen Tag, an dem alles anders und nichts vorhersehbar ist. Die Situationen wechseln von komisch, über skurril bis zu lebensgefährlich. Aber was ist real und was ist nur Schein und Teile des Spiels? Ein Film voller Twists und unerwarteter Plotideen. Dabei spannend von der ersten bis zur letzten Minute. Ich bin mir sicher, dass auch Nolan durch „The Game“ für seine eigenen Arbeiten inspiriert wurde.

Wermi empfiehlt:

Der Marsianer – Rettet Mark Watney (2015)

  • Originaltitel: The Martian
  • Regie: Ridley Scott
  • Genre: Science-Fiction, Drama, Abenteuer
  • Darsteller: Matt Damon
  • Zurzeit verfügbar bei: Netflix

Während sich die Menschheit in „Interstellar“ in die Weiten des Weltalls auf die Suche nach einem bewohnbaren Planeten begibt, hat sie es in „Der Marsianer“ gerade geschafft, auf dem Nachbarplaneten Mars eine Basis aufzubauen. Als es zu einem Unfall kommt, findet sich ein Forscher alleine auf dem roten, lebensfeindlichen Planeten wieder und muss ums Überleben kämpfen.
Ridley Scott ist hier etwas gelungen, dass Filmfans oft Kummer bereitet: Er hat ein (übrigens ebenfalls extrem empfehlenswertes) Buch adaptiert und in seinem Film genau den richtigen Ton dafür gefunden. Obwohl es um Leben und Tod geht, fängt der Film das Buch hervorragend ein und wechselt Leichtfüßigkeit und Witz mit großer Spannung ab. Eine ebenfalls tadellose Rolle spielt hier Matt Damon, dessen Part in „Interstellar“ sehr umstritten war, aber der sich hier immerhin wunderbar in die Figur des Mark Watney einfügt.

Prisoners (2013)

  • Regie: Denis Villeneuve
  • Genre: Drama, Thriller
  • Darsteller: Hugh Jackman, Jake Gyllenhaal, Paul Dano
  • Zurzeit verfügbar bei: Netflix

Wem Hugh Jackmans Spiel, sein Ausloten moralischer Grenzen für den Erfolg und die packenden Thriller-Elemente von „The Prestige“ zugesagt haben, der wird vielleicht auch seine Freude hieran finden. In „Prisoners“ darf Hugh Jackman darstellerisch nochmal eine Schippe drauflegen und dieses Mal nimmt er alles in Kauf für das Leben seiner Tochter. Mit Jake Gyllenhaal hat er auch hier wieder einen Gegenpart, der sein Handeln ethisch in Frage stellt und mit Denis Villeneuve steckt hinter dem Film ein Regisseur, der mittlerweile neben Nolan ebenfalls für Blockbuster mit Köpfchen steht.

6 Gedanken zu “Filmtipps Juli 2020

  1. The Illusionist fand ich auch wirklich sehr gut. Lässt sich für mich durchaus mit Prestige messen, auch wenn der Plot nicht ganz so überraschend ist. Bei Illusionist war mir am Ende nicht so ganz klar, ob Norton wirklich zaubern konnte oder ob es Zaubertricks waren….😳

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