Die 8 besten Kampfsport- und Martial-Arts-Filme aller Zeiten

Für unsere aktuelle Bestenliste haben wir die Boxhandschuhe aus dem Schrank geholt und handfeste Argumente sprechen lassen. Da die Fingerknöchel noch etwas schmerzen, kommen wir lieber ganz schnell zu den acht Auserwählten. Hier sind die für uns besten Kampfsport- und Martial-Arts-Filme aller Zeiten.  

 

Ip Man (2008)

Wenn es um Kampfkunst geht, dann darf Ip Man nicht fehlen. Donnie Yen spielt die historische Figur, die als der Lehrmeister Bruce Lees in die Geschichtsbücher eingegangen ist. In diesem Film wird eine kleine Episode aus dem Leben Ip Mans gezeigt. Als die japanischen Besatzer in das chinesische Dorf, in dem Ip lebt, einmarschieren, wird das Leben dort immer schwerer. Um für seine Familie sorgen zu können, nimmt es Ip mit einem japanischen General auf. Die Belohnung: Ein Sack Reis und ein bisschen Gerechtigkeit.

Ip Man 2 (2010)

Kampfkunst pur gibt es in Ip Man II. Im Jahr 1949 lebt Ip Man in Hongkong. Er möchte dort eine Kampfkunstschule eröffnen, doch bevor das geht, muss er sich in einem Kampf auf Zeit gegen die Meister der anderen Schulen den Respekt verdienen. Doch damit nicht genug: Gefahr droht auch von der britischen Polizei und dem Box-Champion „Twister“. Ein mehr als würdiger Nachfolger, in dem Donnie Yen erneut zeigen kann, was in ihm steckt.

Million Dollar Baby (2004)

Als einzige weibliche Hauptfigur auf dieser Liste, hält Hilary Swank in Clint Eastwoods Boxer(innen)drama die Handschuhe hoch. Die Kellnerin Maggie (Swank) möchte Profiboxerin werden und begibt sich unter die Fittiche des berühmten Trainers Frankie (Eastwood), der ihr zu beachtlichen Erfolgen verhilft. Doch dann nimmt das Drama seinen Lauf. Es gibt kaum ein (Kampf)sportdrama, das es schafft, ein moralisch-ethisches Thema so angemessen und dennoch ergreifend zu behandeln wie „Million Dollar Baby“. Auch wenn der Film ob seiner Thematik sehr kontrovers aufgenommen wurde, konnte er bei den Oscars 2005 vier Preise einheimsen: Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin und Bester Nebendarsteller (Morgan Freeman).

Sie nannten ihn Knochenbrecher (1978)

Einer der ersten Filme von Jackie Chan und in Asien ein kommerzieller Erfolg, der dazu führte, dass das Budget der folgenden Filme mit Jackie Chan angehoben wurde. Der Film über den Kampfstil der acht betrunkenen Gottheiten ist einerseits ein klassischer Martial-Arts-Film, andererseits nimmt er sich auch nicht allzu ernst und wirkt stellenweise wie eine schlechte Komödie. Dennoch ist „Drunken Master“ ein wahrer Vertreter seines Genres und überzeugt auf ganzer Linie; mit einem sehr, sehr jungen Jackie Chan in der Hauptrolle.

Southpaw (2015)

Voll auf die Nuss gibt es mit dem von Kurt Sutter geschriebenen und von Antoine Fuqua inszenierten Sportlerdrama, in dem Jake Gyllenhaal Billy Hope spielt, einen Boxweltmeister, der sich dem langen Weg von ganz unten nach ganz oben gestellt hat und erfolgreich geblieben ist. Eine Kampfpause und Schicksalsschläge sind schuld daran, dass er seinen Titel verliert und sich zurück in den Ring und ins Leben kämpfen muss. Definitiv einer von Fuquas besseren Filmen und somit zu Recht in dieser Liste.

Die Todeskralle schlägt wieder zu (1972)

Wer schon befürchtet hatte, dass unsere Redaktion es tatsächlich wagen würde, eine Liste der besten Martial-Arts-Filme zu erstellen, ohne auch nur einen Film mit DER Legende dieses Genres, Bruce Lee, zu veröffentlichen, der sei hiermit beruhigt, denn wir haben nicht auf den schlanken Mann mit dem flinken Schlag vergessen. Die Handlung des Films ist dabei, wie so oft bei diesem Genre, eher vernachlässigbar und lässt sich mit den Worten zusammenfassen: „Lasset die Fäuste fliegen.“ Was der Handlung an Originalität fehlt, machen dafür die exquisiten Kampfeinlagen wieder locker wett. Unvergessen dabei der finale Kampf zwischen Jet Lee und Chuck Norris im Kolosseum von Rom (Fun Fact: hier musste Norris tatsächlich ein Büschel seines berühmten Brusthaares lassen).

Unleashed – Entfesselt (2005) 

Kampfkunst Film mit Tiefgang, geht das? Ja, zumindest ein bisschen. In dem nach einem Drehbuch von Luc Besson entstandenen Streifen, dient Killermaschine Danny Geldeintreiber Bart, um säumige Schuldner mittels fernöstlicher Kampfkünste an die Einhaltung ihrer Zahlungsverpflichtungen zu erinnern.  Danny, gehalten wie ein Hund, inklusive Halsband und Unterbringung in einem Kellerverlies, wurde als Kind von Bart aufgenommen, nachdem dieser seine Mutter getötet hatte. Als Danny auf den blinden Klavierstimmer Sam trifft, bringt dieser ihn mit einem Leben in Freiheit in Berührung. Jedoch möchte Bart seinen Kampfhund nicht hergeben, und Danny muss sich dem Kampf gegen Bart und seiner Gang stellen…

Gut besetzter, harter Actionfilm, in dem aber durchaus ruhigere Töne angeschlagen werden. Jet Li kann viel mehr als nur schön zuschlagen.

Warrior (2011) 

Bei keinem Film dieser Liste waren wir uns in der Redaktion so einig wie bei Gavin O’Connors Sportlerdrama „Warrior“. Darin spielen Joel Edgerton und Tom Hardy zwei verhasste Brüder, die beide als Kämpfer an einem Mixed-Martial-Arts-Turnier teilnehmen. Neben den knackigen Kampfszenen besticht der Film mit authentischen und dennoch komplexen Figurenkonstellationen zwischen den beiden ungleichen Brüdern, aber auch dem entfremdeten Vater, gespielt von Nick Nolte. Unfassbarerweise schaffte es „Warrior“ in Deutschland nicht in die Kinos und erschien 2012 direkt auf DVD und Blu-Ray. Immerhin wurde der Film in dieser Ausgabe mit der Aufnahme in unsere Filmothek mit den höchsten Ehren gewürdigt.

 

Wer von euch nun Lust auf den verbalen Schlagabtausch mit uns hat, darf uns sehr gerne sagen was er von unserer Auswahl hier hält. Welcher Film fehlt? Welcher ist total deplatziert? Schreibt es uns gerne in die Kommentare. Fight!

6 Gedanken zu “Die 8 besten Kampfsport- und Martial-Arts-Filme aller Zeiten

  1. Die Liste schaue ich mir mal ganz genau an. Wusste nicht unter welchen Beitrag ich es packe, aber wollte anmerken, dass ich echt noch gar nicht in Berührung mit Kampfsportfilmen gerade aus dem asiatischen Teil der Welt gekommen bin. Aus dem westlichen Teil habe ich letztes Jahr einiges nachgeholt (dem habe ich auch einen Beitrag gewidmet), darunter auch Warrior und die Rocky-Filme, aber wenn ich die ganzen Filme sehe, die vorgestellt wurden, blüht mir noch einiges. Da freu ich mich eigentlich auch noch drauf, ein ganzes Genre entdecken zu können, bloß weiß ich da noch gar nicht wo ich anfangen soll 😀 Und bei einigen habe ich Angst, dass sie mir zu schlecht gealtert sind. Aber daher stecke ich etwas Hoffnung in Ip Man, der ja schon etwas neuer ist.
    Von den Filmen hier habe ich Warrior und Southpaw gesehen. Es kann eigentlich nicht viel besser als Warrior werden, Southpaw finde ich hier schon eher etwas fragwürdig, scheint für jemanden eine sehr persönliche Wahl zu sein ^^

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    • Ganz allgemein gesprochen:
      Bei der Erstellung der Listen wenden wir ein teambezogenes Verfahren an, im Zuge dessen alle Teammitglieder einen zur Auswahl stehenden Film bewerten. Die acht am besten bewerteten sind dann auf der Liste. So ist es schwierig rein persönliche Kandidaten hier zu finden 😉

      Was die asiatischen Filme geht es mir übrigens ähnlich wie Dir.

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