Die 8 besten Filme der letzten Dekade

Für unsere erste „The Loveful 8“-Liste hat unser Autorenteam die Köpfe zusammengesteckt und in einem aufwändigen Auswahlverfahren versucht, die für uns acht besten Filme der vergangenen zehn Jahre zu küren. Es wurde gestritten, geschimpft, gedroht und geweint. Doch am Ende konnten wir uns dann auf acht Filme einigen, die wir euch nun in der folgenden Liste vorstellen wollen.

Wie immer bei solchen Listen handelt es sich hierbei um nichts weiter als die ultimative Wahrheit. Wer anderer Meinung ist, liegt natürlich vollkommen falsch, darf seine Ansicht aber trotzdem in den Kommentaren kundtun.

Hier sind die „Loveful 8 – Die besten Filme der letzten Dekade“

 

Birdman (2014)

Alejandro González Iñárritu – ein Name, den inzwischen wohl jeder, der sich auch nur ein wenig für die derzeitige Kinolandschaft interessiert, schon einmal gehört haben dürfte. Diesen Umstand verdankt der begnadeten mexikanische Filmemacher unter anderem dem in dieser Liste befindlichen Film. Gleich drei Oscars (bestes Drehbuch, beste Regie, bester Film) konnte „Birdman“ mit nach Hause nehmen und das ganz zu Recht. Denn dieser vermeintliche „One-Take“ nimmt den Zuschauer mit auf eine emotionale, fesselnde, audiovisuelle Reise , die man nicht so schnell vergisst. Bleibt also nicht viel anderes zu sagen, als die Sichtung dieses cineastischen Meisterwerks jedem wärmstens ans Herz zu legen.

 

Django Unchained (2012)

Nein, es geht hier nicht um den 1966 erschienenen Klassiker mit Franco Nero, sondern um den aberwitzigen und richtig stark inszenierten Film von Quentin Tarantino mit Jamie Foxx und Christoph Waltz. Eine Hommage an die guten alten Italowestern mit entsprechender Symbolik und immer wiederkehrenden Elementen (Musik, Kamerafahrten, z. T. sehr kurzen Dialogen). Long story short: Ein Sklave bekommt seine Freiheit durch einen Zahnarzt, der als Kopfgeldjäger tätig ist. Da sie beide voneinander profitieren, helfen sie sich gegenseitig. Django sucht seine große Liebe und findet sie, doch natürlich endet es nicht einfach so.

 

Grand Budapest Hotel (2014)

Der Alltag trist und freudlos, das tägliche Einerlei nervt? Dann empfehle ich die Welt von Wes Anderson. Hier ist alles bunt und anders, jeder Charakter einzigartig. Da sich dies auch in Schauspielerkreisen herumgesprochen hat, reißen sich viele der großen Namen darum, mit Anderson zu arbeiten. Nicht anders bei „Grand Budapest Hotel“. In einer verrückten und temporeichen Geschichte über sterben und erben, Wodka und Zubrowka, geben sich die Stars die Klinke und gekreuzte Schlüssel in Hand. Im typischer Anderson-Look, erfreut man sich an irrwitzigen Situationen, „Monty-Python-esken“ Charakteren und skurrilen Dialogen. Alles mit leichter Hand inszeniert und flinker Zunge vorgetragen. Kurzweilige, aber doch anspruchsvolle Unterhaltung, die dem Film einen verdientem Platz auf dieser Liste einbringt.

 

Inception (2010)

„Dream a little Dream of Me“ wäre der passende Untertitel für „Inception“. Denn das Träumen und vor allem die Träume anderer sind das, worum hier geht. Und da in diesem „Erleben während des Schlafs“ wirklich alles möglich ist, erlebt der Zuschauer hier Dinge , die er sich auch in seinen kühnsten Träumen (sorry für das Wortspiel) nicht auszumalen vermag. Eingebettet in einen spannenden Plot um den Diebstahl geistigen Eigentums, zieht Regisseur Christopher Nolan alle Register seines Könnens, um den Zuschauer in eine Bilderwelt zu entführen, die es bis anno 2010 noch nicht zu sehen gab und die auch heute noch Maßstäbe setzt. Ein Sinnesrausch par excellence, der den Zuschauer jede Sekunde mit etwas Neuem verblüfft.

 

Shutter Island (2010)

Nach „Inception“ und „Django Unchained“ haben wir hier bereits den dritten Film mit Leonardo DiCaprio auf dieser Liste. Dieses Mal unter der Regie von Martin Scorsese, spielt Leo in „Shutter Island“ einen US-Marshal, der eine unter mysteriösen Umständen verschwundene Patientin einer Psychiatrie sucht. Dank der grandiosen Schauspielerleistungen, der düsteren und packenden Atmosphäre, einer tollen Kameraarbeit und eines (relativ) offenen Endes gehört Shutter Island nicht nur zu den besten Literaturverfilmungen der jüngeren Vergangenheit, sondern auch zu den besten Thrillern überhaupt und auf jeden Fall zu den besten Filmen der vergangenen Dekade.

 

The Dark Knight Rises (2012)

Wer über Christopher Nolan redet, erwähnt in der Regel immer „Inception“, aber die „The Dark Knight“-Trilogie muss auch genannt werden. Dieser Ausflug ins Genre der Comicverfilmungen brachte nicht nur einen Christian Bale als besten Batman aller Zeiten hervor, sondern auch einen verrücktgewordenen – und deswegen ebenfalls das Non plus ultra – Heath Ledger als Joker. Aber sie brachte auch Tom Hardy als Bane hervor, der einen mehr als überzeugenden Job im dritten und letzten Teil gemacht hat. Was man bekommt, ist klar: Derbe Action, einen Comichelden, einen richtig fiesen Gegenspieler, verdammt gute Unterhaltung und die musikalische Untermalung ist von Hans Zimmer. Was will man mehr?

 

Warrior (2011)

Ich habe an dieser Stelle Platz für ca. 100 Wörter, ich brauche aber nur einen Satz: Dieser Film ist fantastisch gut und sollte von jedem angeschaut werden!
Worum geht es? Sport, eine Familienfehde und das Zusammentreffen zweier Brüder in einem der größten MMA-Turniere der Geschichte. Auf dem Weg dorthin durchlaufen beide Brüder unabhängig voneinander viele Ups und Downs, während der eine als Lehrer suspendiert wird und seine Familie ernähren will, ist der andere auf der Flucht vor der Army. Mit Tom Hardy (absolut in Form) und Nick Nolte (überwältigend).

 

Whiplash (2014)

Bereits wenn man den Titel ließt, macht sich im Kopf dieser unaufhaltsame Beat breit und eine Stimme, die das Beibehalten des richtigen Tempos gemahnt  – Double-Time Swing. Drei Worte, die einem unter die Haut  gehen und beinahe in den Wahnsinn treiben. Oder zumindest kommt es einem so vor weil man in diesem Film von Regisseur Damien Chazelle bei jedem Takt mit dem Protagonisten mit fühlt, mit lebt, mit leidet. So wird dieses Werk zu einem Stück Filmgeschichte, dass sich niemand entgehen lassen sollte. Solltet ihr gerne eine noch ausführlichere Schwärmerei zu diesem Meisterwerk lesen wollen, habt ihr Glück, denn unser lieber Ma-Go hat in der Filmothek seine Gedanken dazu in einem Beitrag zusammengefasst.

 

Falls ihr übrigens noch Lust habt, selbst an einer Topliste mitzuarbeiten und zudem gerne spitzenmäßige Podcasts hört, solltet ihr euch diesen Trailer der Kollegen vom Filmblogcast nicht entgehen lassen:

 

 

 

20 Gedanken zu “Die 8 besten Filme der letzten Dekade

  1. Schöne Liste. Warrior nicht gesehen, aber auf der Watchlist. The Dark Knight Rises würde ich bei weitem nicht zu den Topfilmen der Dekade zählen, kann aber sehen warum man das macht. Grand Budapest Hotel ist wahrscheinlich Wes Andersons bester Film.
    Django Unchained und Shutter Island sind im Kreis der Topfilme der Dekade. Birdman ist bei mir auf 11, Whiplash und Inception sind in meinen Top Vier. Daneben sind bei mir dort La La Land (mindestens ein Redaktionsmitglied verdreht die Augen) und Three Billboards Outside Ebbing Missouri.

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    • „Grand Budapest Hotel ist wahrscheinlich Wes Andersons bester Film.“
      Ich persönlich fand „Isle of Dogs“ besser 😉

      „Daneben sind bei mir dort La La Land (mindestens ein Redaktionsmitglied verdreht die Augen) und Three Billboards Outside Ebbing Missouri.“

      Beide waren bei uns sehr nahe dran auf die Liste zu kommen. Ich glaube es waren sogar Platz 10 und 11. Zu den Augenrollern: Wenn die Person, die „Lala Land“ am schlechtesten von uns bewertet hat, genauso viel Punkte wie ich gegeben hätte, wäre der Film auf der Liste. 😉

      Du hast ja an anderer Stelle deine Liste (glaube es war eine Top50?) angekündigt. Bin sehr gespannt drauf.

      Gefällt 2 Personen

        • „Isle of Dogs“ ist auch ein toller Film, passt für mich aber so gar nicht in das „Wes Anderson Universum“. Funktioniert eben etwas anders. Und wenn man sich mit 4 Leuten auf 8 Filme einigen muss, fällt leider auch mal Erstklassiges unter den Tisch.
          Was mich zu La La Land führt…. Da bin ich einer der wenigen, die mit dem Film nichts anfangen können. Also, bekenne ich mich hier mal ganz offen zum Augenrollen. Aber manchmal erwischt einen en Film auch einfach auf dem falschen Fuß und man urteilt dann vorschnell und ungerecht. Vielleicht gebe ich dem Ganzen irgendwann noch einmal eine 2. Chance.

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  2. Mal gucken welche Plätze eure Filme in der Top 100 einnehmen.
    Außer Warrior habe ich alle genannten Filme gesehen. Wenn ihr „Dark Knight Rises“ mit Interstellar tauscht, dann würde ich dem Team hohe Kompetenz zu trauen. Tja, Chance vertan 😀

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    • Lustig dass du das sagst. Batman war tatsächlich bis zur Deadline ein Wackelkandidat. Interstellar hätte es dafür locker geschafft, wenn ihn alle von uns gesehen und bewertet hätten .

      Hab Nachsicht mit uns. Wir sind bei der ersten Ausgabe und müssen noch lernen 😉

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  3. Gar nicht mal so viele Namen, die man erwartet hätte!, daher interessante Liste Freue mich sehr über Warrior und The Grand Budapest Hotel. Letzterer ist in meinen Augen bis heute der beste Wes Anderson und auch der massentauglichste. The Dark Knight Rises, Shutter Island und Django Unchained würden bei mir wohl rausfallen, auch wenn ich sie mag. Was Django angeht ist das auch nicht der beste Western von Tarantino und noch weniger sein bester des Jahrzehnts. Aber da kann man wirklich nur von unterschiedlichen Geschmäckern reden. Wenn ich an Filme denke, die das Jahrzehnt repräsentieren sollten, würde ich wohl noch Drive, den schon genannten La La Land oder Her dazupacken. Als weitere Überlegungen hätte ich Blade Runner 2049, Once Upon A Time in Hollywood oder – Achtung festhalten – mal sowas wie The Social Network. Was leider noch nicht nach Deutschland gekommen ist, ist der großartige, koreanische „A Taxi Driver“

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